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1 Love Is Blind S8: Pods & Sober High Thoughts w/ Courtney Revolution & Meg 1:06:00
1:06:00
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Tykätty1:06:00
Happy Valentine’s Day! You know what that means: We have a brand new season of Love Is Blind to devour. Courtney Revolution (The Circle) joins host Chris Burns to delight in all of the pod romances and love triangles. Plus, Meg joins the podcast to debrief the Madison-Mason-Meg love triangle. Leave us a voice message at www.speakpipe.com/WeHaveTheReceipts Text us at (929) 487-3621 DM Chris @FatCarrieBradshaw on Instagram Follow We Have The Receipts wherever you listen, so you never miss an episode. Listen to more from Netflix Podcasts.…
Hörgang
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Medizinische Sendungen gehen in die Tiefe, sind aber nicht unterhaltsam. Dieses Vorurteil zu widerlegen, haben wir uns für den Hörgang vorgenommen. Nun haben wir auf Springer Medizin Österreich einen Podcast ins Leben gerufen, der sowohl aktuell als auch wissensvermittelnd sein, darüber hinaus akustisch etwas hermachen soll. Neben Experten aus Wissenschaft und Praxis werden wir auch unsere Fachredakteure, Kolumnisten und Reporter der „Ärzte Woche“ zu Wort kommen lassen.
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233 jaksoa
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Medizinische Sendungen gehen in die Tiefe, sind aber nicht unterhaltsam. Dieses Vorurteil zu widerlegen, haben wir uns für den Hörgang vorgenommen. Nun haben wir auf Springer Medizin Österreich einen Podcast ins Leben gerufen, der sowohl aktuell als auch wissensvermittelnd sein, darüber hinaus akustisch etwas hermachen soll. Neben Experten aus Wissenschaft und Praxis werden wir auch unsere Fachredakteure, Kolumnisten und Reporter der „Ärzte Woche“ zu Wort kommen lassen.
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Minden epizód
×Kleine Verletzungen sind im Alltag ganz normal, kleine Schnittwunden beim Rasieren, bei der Gartenarbeit oder beim Hantieren mit scharfkantigem Papier. Instinktiv stecken wir den blutenden Finger in den Mund und unterstützen so die Blutgerinnung. Das funktioniert auch mit dem Speichel von Blutern, hat Prof. Dr. Johannes Thaler von der MedUni Wien herausgefunden. Thaler ist an der Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie tätig. Eine Studie unter seiner Leitung hat sich mit Hämophilie-A-Patienten befasst - das ist die häufigste Form der Bluterkrankheit und betrifft einige hundert Patienten in Österreich. Die Ergebnisse zeigen, dass der Speichel dieser Patienten die Gerinnung des Blutes auslöst, was gerade bei an der Bluterkrankheit leidenden Menschen eine wichtige Information sein kann. Er finde es „hilfreich, seinen Patienten sagen zu können, dass auch ihr Gerinnungssystem teilweise sehr gut funktioniert. Also dass zum Beispiel der Speichel ein Hämostatikum ist, also ein blutstillendes Mittel ist, das sie immer bei sich haben." Und so funktioniert die Blutgerinnung bei gesunden Menschen: Im zirkulierenden Blut gibt es inaktive Vorstufen verschiedener Proteine, die sogenannten „Gerinnungsfaktoren". Um die Gefäße herum gibt es beispielsweise einen Gewebsfaktor, den Tissue-Faktor, und wenn es nun zu einem Gewebsschaden, zu einer Verletzung kommt, wird dieser Tissue-Faktor freigelegt, der kommt in Kontakt mit den anderen Gerinnungsfaktoren im Blut und dann wird die ganze Kaskade an Enzymen ausgelöst, die sich gegenseitig aktivieren und am Schluss steht dann die Bildung von Fibrin, eine Art Gewebskleber und die Aktivierung von Blutplättchen, auch Thrombozyten genannt. Diese verschließen die Wunde mit einem Thrombus, einem Pfropfen. Thaler: „Das ist ein ganz fein abgestimmter Prozess, denn es muss einerseits ausreichend gerinnen, sonst kommt es zu einer Blutung, es darf aber auch nicht zu viel gerinnen, denn sonst würde es zu einer Thrombose, Schlaganfall, Herzinfarkt etc. kommen."…
Kindermedizinisches Zentrum Augarten: kizaugarten.at
Wir alle kennen Zeiten der Überforderung, ein Zuviel an Verpflichtungen und Aufgaben. Das alles erzeugt ein Gefühl von Stress. Doch was genau versteckt sich hinter diesem Begriff und stimmt das Klischee, dass Ärztinnen und Ärzte besonders hohe Stresslevel aufweisen? Mein Name ist Alice Kment und ich möchte in der heutigen Folge der Podcast-Reihe Hörgang dem Phänomen Stress in der Ärzteschaft nachgehen. Mit meinen Gästen bespreche ich, wann zu viel Stress gesundheitsschädlich werden kann. Wie man einen Burnout vorbeugt und welche Angebote es zum Stressmanagement gibt. Meine Gäste sind Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek, Facharzt für Neurologie und Prof. Dr. Gerhard Blasche, klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe und Psychotherapeut.…
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1 Ich höre lieber auf meinen Bauch! Du bist so ein Kopfmensch! Bekannte Sprüche und ihr medizinischer Hintergrund 21:54
Episode 2 Wer trifft bei Ihnen eigentlich die Entscheidung? Ist es der Bauch oder der Kopf? Jasmin Altrock spricht im zweiten Teil unserer Mini-Serie über Redewendungen und Sprichwörter noch einmal mit Dr. Maximilian Ledochowski. „Redewendungen sagen sehr viel aus. Sie geben Auskunft über Vorgänge im Gehirn, über psychische Vorgänge, aber auch über Vorgänge im Körper." Der Springer-Autor und Mediziner hat für viele vertraute Redewendungen eine medizinische Erklärung parat. In dieser Folge geht es u.a. um folgende Auswahl: Mir liegt etwas im Magen // Jetzt bin ich aber sauer // Da dreht sich mir der Magen um // Mir kommt die Galle hoch // Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen?…
Episode 1 Sind sie ein richtiger Hitzkopf? Ist Ihnen heute auch schon eine Laus über die Leber gelaufen? Oder hat Ihnen schon mal jemand gesagt, Sie haben keine Eier in der Hose? Diese Sprichwörter, von denen es noch viele, viele weitere gibt, kennen Sie und benutzen Sie sicher auch ständig. Aber woher kommen Sie? Und haben Sie vielleicht sogar einen medizinischen Ursprung? Darüber spricht Jasmin Altrock mit Springer-Autor Dr. Maximilian Ledochowski. Und wie ist das jetzt mit den Eiern in der Hose, die man hat oder nicht hat? Hier hilft die Wissenschaft der Endokrinologie, verrät Ledochowski im 2. Teil unserer Mini-Serie.…
Kleine Heldinnen und Helden kämpfen hier jeden Tag um ihre Gesundheit, teils um ihr Leben – Dieser Ort bietet nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch Geborgenheit, Trost und manchmal passieren hier medizinische Wunder. Caroline Hutter ist seit 1. August ärztliche Leiterin des Spitals; zudem ist sie Professorin für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien. "Wir haben eine große Onkologie und da sind auch mehrere hundert Kinder in Betreuung. Mit der Nachsorge sind das über 1.000 Kinder, die bei uns sind. Die kleinen Kinder haben eher Neuroblastome, die älteren haben eher Sarkome, aber dabei behandeln wir alles bis auf die Hirntumoren. Die Hirntumore werden im AKH behandelt. " In dieser Folge spricht Medizinjournalistin Johanna Wolfsberger (Springer Medizin) mit Prof. Dr. Hutter über Abläufe in diesem besonderen Haus und wie die Zukunft aussieht.…
Hörgang MedUni Wien Die KI-Revolution hat begonnen. Die Radiologin Ulrike Attenberger ist ganz vorne mit dabei. Das stärkste Argument für KI in der Medizin überrascht: „Der demografische Wandel führt zu einem Fachkräftemangel, auch in der Medizin. Mit der KI treten wir diesem Problem entgegen. Nur mit der künstlichen Intelligenz wird es uns gelingen, die Qualität der Gesundheitsversorgung auf dem Niveau zu halten, das wir heute kennen." Was noch für KI spricht: genauere Diagnosen und Therapien. Aus Patientensicht, wo kommt KI heute schon zum Einsatz? „Im MR- und auch im CT-Bereich werden KI-Algorithmen schon seit Jahren eingesetzt, ohne dass der Patient etwas davon bemerkt. Hier hilft die KI zum Beispiel, die Datenqualität zu verbessern und Bewegungsartefakte zu reduzieren." Mit Bewegungsartefakten sind unwillkürliche Bewegungen, ein Zucken im MRT gemeint, weil der Patient Schmerzen hat oder unruhig ist, sodass er während der Aufnahme z.B. den Kopf bewegt. „Früher waren diese Bilder nicht diagnostisch verwertbar und die KI hilft da diese Artefakte, zu bereinigen, Datensätze zu rekonstruieren." Mit Ulrike Attenberger schauen wir aber noch weiter in die Zukunft und sprechen etwa über den sogenannten „digitalen Zwilling".…
Hörgang MedUni Wien Prof. Daniel Zimpfer leitet seit Anfang des Jahres die Herzchirurgie an der MedUni Wien, er operiert Erwachsene und Kinder, was nicht selbstverständlich ist. "Bei uns in Wien ist es Tradition, und das bewährt sich auch zunehmend, dass diese zwei Spezialdisziplinen, wenn man so möchte, an einer Abteilung sozusagen in Kombination gelebt werden." Die Wiener Medizinuniversität macht dieser Tage Schlagzeilen. Einem Kleinkind wurde ein Spenderherz mit fremder Blutgruppe eingepflanzt. Zimpfer: "Ja, das ist wirklich ein Meilenstein, der jetzt exzellent geglückt ist, im Wesentlichen nach einer mehr als fünfjährigen Vorbereitungsphase." Eine eigene Warteliste gibt es nicht. "Wir identifizieren Patientinnen und Patienten, die für eine AB0-inkompatible Transplantation in Frage kommen und bieten das dann an." In dieser Folge sprechen wir außerdem über ein wenig bekanntes Gesundheitsrisiko, die Aortendissektion. Dabei wird die Hauptschlagader vom Blutstrom abgeschnitten. Gefährdet sind vor allem Menschen mit Bindegewebserkrankungen. Um mehr Aufmerksamkeit auf die Aorta zu lenken wurde diese heuer zum Organ aufgewertet und damit auf eine Stufe mit Lunge oder Gehirn gehoben.…
Hörgang Med Uni Graz Prof. Jolana Wagner-Skacel ist mein Gast. Sie leitet die Klinische Abteilung für medizinische Psychologie, Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Universität Graz. Wir reden über Weihnachten. "Weihnachten ist natürlich eine besondere Festlichkeit und so wie Sie vorhin erzählt haben, soll es eine besinnliche Zeit sein. Und das gelingt meistens nicht. Es treffen sich Familienmitglieder, die sich zumeist nur einmal im Jahr gesehen haben."…
Ärzte arbeiten ja das ganze Jahr im Dienst der guten Sache, nämlich für den Patienten. Warum sollte es ausgerechnet in der langen Nacht des 73. Wiener Ärzteballs (25. Jänner 2025) anders sein? Der Reinerlös des Balls geht Jahr für Jahr an eine ausgewählte karitative Organisation. Heuer ist es die WE&ME Foundation. Das Ballmotto lautet: Ein Tanz für das Leben: Eine Charity-Nacht für ME/CFS. Die Abkürzung steht für Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue Syndrom - eine schwere neuroimmunologische Erkrankung. Die Symptome verschlechtern sich nach körperlicher oder geistiger Anstrengung. Im schlimmsten Fall kann schon das Duschen in der Früh oder ein paar Schritte gehen zum totalen Zusammenbruch führen. Das Ziel der Organisatoren: Am Ende des Ärzteballs soll jeder Gast wissen, worum es bei ME/CFS geht…
Das griechische Flüchtlingscamp Moria ist aus den Nachrichten verschwunden. Viele Menschen leben auch nach dem verheerenden Brand 2020 noch unter unwürdigen Bedingungen. Die Kinder und deren Psyche leiden darunter am meisten. Die norwegische Kinderpsychologin Katrin Glatz Brubakk ist seit vielen Jahren mit Ärzte ohne Grenzen vor Ort. Vor kurzem war sie auch in Gaza tätig und berichtet über katastrophale Zustände.…
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1 Reden wir über Brustkrebs! Experten diskutieren aktuelle CDK4/6-Daten und ihre klinische Anwendung 22:45
Zum Weiterlesen: Loibl S et al. Early breast cancer: ESMO Clinical Practice Guideline for diagnosis, treatment and follow-up. Ann Oncol. 2024, 35(2):159-182 https://www.annalsofoncology.org/article/S0923-7534(23)05104-9/fulltext Kalinsky K et al. Abemaciclib plus fulvestrant vs fulvestrant alone for HR+, HER2- advanced breast cancer following progression on a prior CDK4/6 inhibitor plus endocrine therapy: Primary outcome of the phase 3 postMONARCH trial. J Clin Oncology 2024,42(17 suppl) : LBA1001 https://ascopubs.org/doi/10.1200/JCO.2024.42.17_suppl.LBA1001 FKI Verzenios (Abemaciclib)…
Ihr Arm fühlt sich nicht an, als würde er zu Ihnen gehören? Vielleicht haben Sie das Gefühl, Ihre Beine sollten eigentlich nicht funktionieren und Sie müssten in einem Rollstuhl sitzen. Klingt komisch. Doch es gibt Menschen, die solche Gedanken haben. Bezeichnet wird diese Körperbildstörung als Body Integrity Dysphoria oder auch Body Integrity Identity Disorder. Was das ist und wie eine Behandlung aussieht, darüber spreche ich gleich mit Frau Dr. Saba Harach. Sie ist Neurologin und Psychiaterin und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit diesem doch sehr speziellen Thema. Mein Name ist Johanna Wolfsberger und ich begrüße Sie zu einer Podcast-Folge, die mich auch noch Tage nach der Aufzeichnung aufgewühlt hat.…
Die Podcast-Reihe Impfen entstand mit freundlicher Unterstützung von MSD.
Die Podcast-Reihe Impfen entstand mit freundlicher Unterstützung von MSD.
Hörgang MedUni Wien Die Angiologie oder Gefäßmedizin wird immer wichtiger. Das hat viele Gründe. Zum einen ist die häufigste Grunderkrankung, die Arteriosklerose, schuld daran, also das Volksleiden Arterienverkalkung. Zum anderen ist die Demografie dafür verantwortlich. Immer mehr ältere Patienten leiden an mehreren chronischen Erkrankungen. Aber schon die schiere Größe des Gefäßsystems ist beachtlich. Würde man Arterien und Venen und Kapillaren ausbreiten, würde das Netz 2,5 Mal um den Erdball reichen. Aber so ein großes System bietet Angriffsflächen für Erkrankungen. Was sich in der Gefäßforschung tut und wie der Patient davon profitiert, habe ich die neue Professorin für Angiologie an der MedUni Wien, Dr. Sabine Steiner, gefragt. Ich habe Sie an Ihrem Arbeitsplatz im AKH Wien besucht. "Was sich in den letzten 20 Jahren wirklich revolutioniert hat, sind minimal-invasive Eingriffe. Das heißt, dass wir durch einen kleinen Zugang in ein Gefäß von außen, eine Punktion unter lokaler Betäubung, verschiedene Devices, wie wir sie nennen: das sind kleine Drähte, Schläuche, um das Gefäßsystem darzustellen und zu behandeln."…
Neurodermitis, auch bekannt als atopische Dermatitis, ist eine chronische Hauterkrankung, die sowohl Kinder als auch Erwachsene betrifft. Neben den oft sichtbaren Hautausschlägen leiden die Betroffenen vor allem unter einem quälenden Juckreiz, der den Alltag stark einschränken kann. In dieser Folge sprechen wir über eine neue Behandlungsmethode: Bakteriophagen. Das sind Viren, die gezielt Bakterien angreifen. Bakteriophagen sind überall zu finden, auch auf unserer Haut und in unserem Darm. Und sie können durchaus nützlich sein, dann nämlich wenn sie Bakterien angreifen, die wir loswerden wollen. Prof. Dr. Wolfgang Weninger, Leiter der Universitätsklinik für Dermatologie am AKH Wien, erklärt in dieser Episode, welche Rolle Bakteriophagen bei der Behandlung von Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen in Zukunft spielen könnten.…
Hörgang Med Uni Graz Das Gefährliche am Prostatakrebs ist nicht der Tumor, sondern die Ignoranz der Männer. Diesen etwas provokanten Satz hab ich vor Kurzem gelesen. Er hat aber einen wahren Kern. Frühzeitig erkannt ist der Prostatakrebs gut behandelbar. Wirklich gefährlich wird es aber, wenn die Scham vor der Untersuchung, die Männer abhält, die nötigen Tests zu machen. Es ist Movember, der Monat der Prostatakrebsvorsorge. Und in diesem Movemver hören wir uns in Graz um. Dort an der Med Uni begrüße ich Priv.-Doz. Dr. Conrad Leitsmann von der Abt. für Urologie.…
Manch einer kennt das Brennen in der Speiseröhre nach einem Festmahl. Ab und zu ist das auch ganz normal. Doch ab wann spricht man von chronischem Reflux? Unser Lifestyle aber auch die Genetik sind verantwortlich für krankhaftes Auftreten von Sodbrennen. Unbehandelt kann es langfristig schwerwiegende Folgen haben. „Die chronische Refluxerkrankung ist für bis zu 60 Prozent der Speiseröhrenkarzinome verantwortlich“, erklärt Prof. Sebastian Schoppmann im Interview. Er ist Experte für chirurgische Onkologie und auch für Reflux. Wie man chronischem Reflux vorbeugen kann und wie dieser – auch chirurgisch – behandelt werden kann, hören Sie im Podcast.…
Dieser Podcast wurde mit einem Sponsoring der Firma Dräger unterstützt.
Hörgang MedUni Wien Smile Design wird als verblüffend erfolgreiches Konzept für schöne neue Zähne beschrieben. Der Witz daran: Der Patient weiß schon vorher genau, wie sein Gebiss nach dem Makeover aussehen wird. Dabei ist der Stellenwert der digitalen Diagnostik groß, erläutert Dr. Dr. Polina Kotlarenko. Sie leitet die Spezialambulanz für Smile Design an der Universitätszahnklinik Wien. Ich frage die Expertin, wer zu Ihr kommt, wie man zu Ihr kommt und welche Kosten anfallen, wenn ich strahlen will wie ein Hollywood-Star . Zuletzt erfahre ich auch etwas über die Geschichte des Lächelns, angefangen bei Mona Lisa...…
Hörgang MedUni Wien Während einer OP aufwachen – davor fürchten sich viele Patienten immer noch. Ängste wie diese zu nehmen und Patienten so fit wie möglich zu machen, bevor sie in den OP-Saal geschoben werden, dazu ist Stefan Schaller angetreten. Seit Kurzem ist er der Chef-Anästhesist am AKH bzw. Professor für Anästhesie und anästhesiologische Intensivmedizin an der MedUni Wien. Wie wichtig ein guter körperlicher Zustand ist, zeigt das sogenannte Post-Intensive-Care Syndrom. An dem leiden viele Menschen auf der Intensivstation. Was das ist, erfahrt Ihr im Podcast. Hier hört Ihr auch, was Schaller und sein Team alles tun, um Patienten auf den nötigen Eingriff vorzubereiten: Alte und multimorbide Patienten erhalten zum Beispiel eine Physiotherapie, und eine Ernährungsumstellung ist mitunter auch nötig, sagt der Experte.…
Das 20-Jahr-Jubiläum der Karl Landsteiner Gesellschaft wird am 05. November 2024 gefeiert, und zwar im Van Swieten Saal der MedUni Wien (Beginn: 15 Uhr).
20 Jahre Karl Landsteiner Gesellschaft www.karl-landsteiner.at
Herbert Lackner; Christoph Zielinski Dem Krebs auf der Spur. Die Erfolgsgeschichte der Krebsforschung 208 S., Carl Ueberreuter 2024, Hardcover 25,00 Euro ISBN 978-3-8000-7880-6
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1 Was genau ist bei der Kreuzigung passiert? Hat Jesus überlebt? Die Wunder der Bibel medizinisch erklärt - Episode 2 19:53
Ist die Auferstehung Christi ein Wunder oder könnte ein wohlplatzierter Lanzenstich den am Kreuz hängenden Jesus gerettet haben? Im Neuen Testament finden sich zahlreiche Wunder Jesus, die als medizinische Symptome gelesen werden können. Genau das hat Dr. Maximilian Ledochowski getan und 2023 ein Buch mit dem Titel „Die Wunder der Bibel medizinisch erklärt“ veröffentlicht. In der ersten Folge haben wir gehört, dass halluzinogene Fische sehr wahrscheinlich dafür gesorgt haben, dass die Jünger Jesus übers Wasser gehen gesehen haben. Was es mit der Wiederauferstehung Jesus auf sich hat, hören Sie hier. Die Fragen stellt wieder Sandra Fleck.…
www.preferrix.at
Für weitere Informationen kontaktieren Sie david.kickinger@medunigraz.at und myriam.reisch@medunigraz.at
Hörgang MedUni Wien Herbstsport in Wien: Am 5. Oktober verwandelt sich der Unicampus in der Alservorstadt in eine Laufarena. Hundertschaften an Läufern spulen Kilometer für den guten Zweck ab. Das englischsprachige Motto: „The distance is nothing, it's only the first step that is difficult.” (Marquise du Deffand). In Zahlen ausgedrückt: 45.000 km sind das Ziel, ein Kilometer für jeden Menschen, der im Jahr an Krebs erkrankt. Die Veranstaltung zwischen dem Narrenturm und alten Institutsgebäuden ist einmalig, und sie lenkt den Blick auf die Forschung, die den Krebspatienten zugute kommt. Im Laufe der Jahre ist der Krebsforschungslauf von 350 auf über 3.000 Teilnehmer angewachsen, eine davon ist Sophie Bromberger. Für ihren PhD war die Veranstlautng Goldes wert. "Mein Projekt wurde mit den Einnahmen dieses Laufs gefördert." Im Podcast spricht sie über ihr Arbeitsgebiet, in dem sich Gefäßbiologie und Krebsforschung überschneiden, und was mit den 50.000 Euro an Forschungsunterstützung passiert ist Die Spenden der Teilnehmer, Partner und Sponsor fließen zu 100 Prozent in Krebs-Forschungsprojekte an der Medizinischen Universität Wien. Der 18. Lauf für die Krebsforschung findet am Samstag, 5. Oktober 2024, zwischen 10 und 14 Uhr am Uni Campus Altes AKH in Wien statt.…
Hörgang MedUni Wien Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vom 9. bis zum 30. Geburtstag ist die HPV-Impfung mit 01. Juli 2024 kostenlos. Mit einem befristeten Angebot vom 01. Juli 2024 bis 31. Dezember 2025 soll es nun auch Personen vom 21. bis zum 30. Geburtstag ermöglicht werden, die HPV-Impfung gratis nachzuholen. Die notwendigen formalen Beschlüsse zu dieser HPV-Nachholimpfaktion wurden am 07. Juni 2024 in der Bundes-Zielsteuerungskommission gefasst.…
Hörgang Med Uni Graz Zu den Kennzeichen der alternden Zelle gehören genetische Instabilität, Entzündungen, aber auch ein Phänomen, das die Forscherin mitochondriale Dysfunktion nennt: Die Mitochondrien erzeugen Sauerstoffradikale, die in hohen Konzentrationen gesundheitsschädlich sein können. "Deswegen sind diese Organellen so entscheidend für den Alterungsprozess, und für mich eben besonders interessant", sagt die Biochemikerin Corina Madreiter-Sokolowski von der Med Uni Graz. Was die Angelegenheit so kompliziert macht, ist die Tatsache, dass der menschliche Körper aus 200 verschiedenen Zelltypen besteht . Diese Zelltypen altern unterschiedlich schnell. "Wir müssen herausfinden, wann wir am besten Anti-Ageing-Interventionen starten." Was kann ich tun, um länger gesund zu bleiben? Immerhin sind 75 Prozent des Alterungsprozesses durch Lifestyle und Umwelteinflüsse erklärbar. Madreiter-Sokolowski empfiehlt eine Kalorienreduktion von 15 Prozent des Gesamtumsatzes. Begründung: Beim Intervallfasten werden weniger Entzündungsfaktoren ausgeschüttet und bestehende Tumorzellen werden unschädlich gemacht. "Allerdings ist das individuell zu betrachten. Neueste Studien zeigen nämlich, dass Frauen hormonell in Schwierigkeiten geraten können." In dieser Hörgang-Episode haben wir uns außerdem noch über aktuelle therapeutische Konzepte unterhalten, Senolytika und Senomorphika. Ebenfalls Thema ist die Fähigkeit bestimmter Lebewesen, ein hohes Alter zu erreichen; man denke nur an Grönlandwale, Nacktmulle und Fadenwürmer. Nahe liegende Frage: Wie schaffen die das? Das Gespräch mit Prof. Madreiter-Sokolowski ist gleichzeitig ein Besuch an einem bemerkenswerten Wissensstandort: dem neuen Med Campus in Graz.…
Literaturliste „Germanen vom reinsten Wasser“. Deutschnationalismus und akademischer Antisemitismus am Fallbeispiel des Chirurgen Theodor Billroth (Diplomarbeit Universität Klagenfurt 1996). „Primum humanitas, alterum scientia“. Die Wiener Medizinische Schule im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik (Dissertation Universität Klagenfurt 2000). „Das Fremde im ´deutschen` Tempel der Wissenschaften“. Brüche in der Wissenschaftskultur der Medizinischen Fakultät der Universität Wien (= Österreichische Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. Veröffentlichungen der Kommission für Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Medizin 65, Wien 2011). ISBN13: 978-3-7001-7058-7 „Der operierte Chirurg“. Theodor Billroths Deutschnationalismus und akademischer Antisemitismus, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 54 (2006) 4, 317–338. Carl Freiherr von Rokitansky und Theodor Billroth. Politisierte Wissenschaftsstile an der Medizinischen Fakultät, in: Mitchell G. Ash, Josef Ehmer (Hg.), Universität - Politik – Gesellschaft (= 650 Jahre Universität Wien – Aufbruch ins neue Jahrhundert 2, hg. Friedrich Stadler, Göttingen: Vienna Univ. Press 2015), 197–208.…
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1 Ging Jesus tatsächlich übers Wasser? Die Wunder der Bibel medizinisch erklärt - Episode eins 18:10
Ist die Auferstehung Christi ein Wunder oder könnte ein wohlplatzierter Lanzenstich den am Kreuz hängenden Jesus gerettet und somit für seine Wiederkehr gesorgt haben? Für Mediziner und Buchautor Dr. Maximilian Ledochowski ist ganz klar, der tödliche Stich wurden zur lebensrettenden Maßnahme. Das wiederum ermöglichte die Wiederkehr von Jesus Christus. In dem im Jahr 2023 erschienenen Buch „Die Wunder der Bibel medizinisch erklärt“ geht Autor Ledochowski weiteren Wundern beziehungsweise Krankheiten auf den Grund. Denn nicht nur dass Jesus wieder auferstanden ist, er konnte selbst auch Kranke heilen. Laut Autor handelt es sich primär um psychiatrische Erkrankungen – beispielsweise postraumatische Belastungsstörungen und Wahrnehmungsstörungen. In der heutigen Folge von Hörgang gehen der Autor und Moderatorin Sandra Fleck diesen Krankheitsbildern nach.…
Wichtige Links für Ärzte https://www.springermedizin.at/rheumatologie/rheuma-plus/14931378 https://link.springer.com/journal/12688
Die Haut des Kabeljau hat viele Vorteile für die Wundheilung. So viele, dass der Grazer Chirurg Lars-Peter Kamolz seit Kurzem ein neuartiges Medizinprodukt aus Fischhaut als Wundverband einsetzt. Beileibe nicht die einzige Innovation an der Universitätsklinik für Chirurgie der Med Uni Graz, die Schlagzeilen macht (zuletzt berichtete etwa die "Ärzte Woche" , Ausgabe 29-34, S.4) Der Hörgang ist ausgerückt, um mit dem Verbrennungsspezialisten Kamolz über seine Arbeit zu sprechen, und darüber, was ihn und seine Kollegen von den Schönheitschirurgen unterscheidet. Ein weiterer Grund für unser Gespräch: Immer mehr Menschen überleben schwere und schwerste Verbrennungen. Lag die 50-Prozent-Überlebenswahrscheinlichkeit in den 1950er- und 1960er-Jahren bei 30 bis 35 Prozent verbrannter Körperoberfläche, so hat man heute selbst bei 80 Prozent verbrannter Körperoberfläche eine fifty-fifty-Chance zu überleben. Warum das so ist liegt an Innovationen wie der Fischhautmatrix und daran, dass Graz neben Wien ein Zentrum für Schwerstbrandverletzte ist.…
Vor 30 Jahren wurde Ärzte ohne Grenzen Österreich gegründet. Seither wurden von Wien aus viele Mitarbeiter in Konflikt- und Krisengebiete geschickt. Anders gesagt: Die Ärzte gehen in Länder, über die das Außenministerium Reisewarnungen verhängt hat. Und was noch dazukommt. In Länder, über die man sehr sehr wenig weiß hierzulande. Zum Beispiel: Was wissen Sie über die Zentralafrikanische Republik? Für mich Terra incognita, nicht so für meinen Gast., Dr. Michael Rösch. Der aus Vorarlberg stammende Chirurg sagt über seine Motivation : "Ich möchte Probleme lösen, leidenden Menschen helfen und Ungerechtigkeiten nicht hinnehmen." – Das geht doch weit über das rein Medizinische hinaus. Rösch will etwas verändern.…
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Hörgang MedUni Wien Mehr als 50 Prozent der Medizinstudierenden sind Frauen, auch bei den Post-Docs herrscht noch Ausgwogenheit sowie bei den Tenure-Track-Professuren. "Danach geht die Schere auf", sagt die Vizerektorin der MedUni Wien, Dr. Michaela Fritz."Es ist immer noch schwierig in Führungspositionen zu kommen", sagt Österreichs Gendermedizinerin Alexandra Kautzky-Willer. "Wir müssen schauen, dass Frauen so gefördert werden, dass sie sich überhaupt bewerben, denn leider bewerben sich nicht allzu viele Frauen für Führungspositionen." Was dazu nötig ist und warum Kinder immer noch ein Karriereknick bedeuten hierzulande, erläutern die beiden Expertinnen, die es an die Spitze der Hierarchie im öffentlichen Gesundheitswesen geschafft haben.…
Hörgang Med Uni Graz Respekt, Ehrlichkeit, Empathie, Transparenz, Vertrauen. Diese Werte nannte Andrea Kurz bei Ihrer Amtseinführung. "Wenn man diese Kultur nicht hat, funktioniert nichts." Die kürzlich inaugurierte erste Frau an der Spitze der Grazer Medizin-Uni legt keinen Wert auf übergroße Formalitäten: "Sie müssen nicht Magnifizenz zu mir sagen." Wie dann? "In meinem Fall Frau Kurz." Die Anästhesistin Dr. Andrea Kurz hat eine glänzende Karriere hingelegt und Führungsfunktionen an der Washington University und am Inselspital in Bern innegehabt, ehe sie an die Spitze der heuer 20 Jahre jungen Med Uni Graz gewählt wurde. Sie wird die Geschicke der steirischen Hochschule in den kommenden vier Jahren lenken – und sie plant für eine zweite Amtszeit. Bedeutet: Eine Amtszeit ist zu wenig, um Großes zu bewirken, drei wären zu viel, "weil man sich zu sehr an einen Betrieb gewöhnt".…
Der Europameisterschaftstitel wäre ein exzellenter Zeitpunkt für den Non-Playing-Camptain der ÖFB-Auswahl, David Alaba, seine Nationalteam-Karriere zu beenden. Am Höhepunkt. Und weil die Gefahr einer Reruptur nach einem Kreuzbandriss nicht zu unterschätzen ist. Diese betrifft rund 20 Prozent der Fußballer. Das sagt Prof. Richard Crevenna, in seiner Jugend bei Sturm Graz engagiert, und heute als Vorstand der Universitätsklinik für Physikalische Medizin an der Med Uni Wien AKH Wien tätig. Im Gespräch mit Martin Burger spricht er über die Verletzungsanfälligkeit der Fußballer. Pro Spiel werden 10-11 km zurückgelegt, was zu Ermüdung führt und die Gefahr, sich weh zu tun, steigt. Spannend: Der direkte Vergleich des aktuellen Wunderteams mit der 78er-Generation. Balltechnisch versierte Kampfmaschinen vs. Edeltechniker.…
Abends wird noch gezockt, unzählige Videos auf TikTok angeschaut oder auch WhatsApp-Nachrichten verschickt. Die Nutzung digitaler Medien nimmt bei Kindern und Jugendlichen immer weiter zu. Vor allem abends kann das Auswirkungen auf den so wichtigen Schlaf haben. Und wenn wir uns mal selbst bei der Nase nehmen? Auch wir Erwachsenen schaffen es nicht, immer rechtzeitig das Handy aus der Hand zu legen. Ein paar Insta-Posts oder auch verschiedene Nachrichten-Websites später – tagsüber hatten wir ja kaum Zeit dazu, alles in Ruhe zu lesen – bemerken auch wir ganz schön spät geworden. Wie stark das den Schlaf beeinflusst und welche Auswirkungen das für Kinder und Jugendliche haben kann, das bespreche ich heute. Jasmin Altrock, mein Name, mit Dr. Christoph Minar. Er ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und psychotherapeutische Medizin beim Therapiezentrum Wien Innere Mitte.…
Hörgang MedUni Wien Diese Sendung beginnt mit einem Fauxpas. Ich offenbare geografische Unkenntnis und befrage den aus Heidelberg stammenden Ernährungswissenschaftler Tilmann Kühn (Zentrum für Public Health der MedUni Wien) über die kulinarischen Vorlieben der Norddeutschen. Abgesehen davon läuft es gut. Ich erfahre jede Menge über das gesunde Essen, das noch dazu klimaverträglich ist, aber leider auch teuer. Die erste Überraschung: der sportliche Wissenschaftler ist ein Genießer. "Essen und Trinken soll auch Spaß machen. Das immer nur unter der Prämisse der Gesundheit zu betrachten, ist nicht zielführen. Wir versuchen beides zu integrieren, die Gesundheit und den Genuss." Wie erwartet, kommt von Kühn keine uneingeschränkte Empfehlung für Fisch, "der aus gesundheitlicher Sicht sehr interessant ist, weil er sehr viele Omega-Drei-Fettsäuren enthält. Beim Binnenfisch aus Seen ist der einzige Nachteil, dass z.B. kein Iod enthalten ist". Grundsätzliche seine Karpfen oder auch Saiblinge auch in großem Maßstab ökologisch verträglich zu züchten, "die große Frage bleibt aber die Akzeptanz in der Bevölkerung". Ein kategorisches "Nur noch Fisch" oder "nur noch vegan" lehnt Kühn aber ohnedies ab. "Am Ende des Tages wäre es schon ein Fortschritt, wenn sich die Menschen flexitarischer ernähren würden, also weniger Milch- und Fleischprodukte konsumieren.…
Im Mai hat die Türkis-Grüne Bundesregierung den Antrag für mehr Förderung von Gewaltambulanzen eingebracht. Beschlossen werden soll er noch vor dem Sommer, berichtet der Kurier. Die MedUni Wien steht bereits in den Startlöchern. Bereits seit 2018 in Betrieb ist die Gewaltambulanz an der MedUni Graz. Die Gerichtsmedizinerin Sarah Heinze ist eine der Frauen hinter dieser Initiative und sie erzählt uns Näheres, wie es zu dieser Gründung gekommen ist und warum wir diese Einrichtungen so dringend brauchen. Unter anderem weil sich jetzt viel mehr Gewaltopfer trauen, mit ihren Blessuren in die Ambulanz zu gehen. Das sind vor allem junge Frauen, aber es gibt auch männliche Patienten. Ob die Opfer danach oder erst zu einem späteren Zeitpunkt Anzeige erstatten oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. "Niemand wird zu einer Untersuchung gezwungen", sagt Heinze.…
Hörgang Blütentalk Hochblüte ohne Hochgefühle - Gräserpollen sind da. Die Gräsersaison dauert aufgrund der zahllosen Arten - mehr als 10.000 - bis August. Das heißt: die Pollenwolke wird noch den ganzen Sommer über uns schweben, bis sie im Osten des Landes mit den letzten Belastungswellen durch den Neusiedler Schilfgürtel abklingen. Die klassischen Symptom wie Juckreiz oder gerötete Augen machen sich dann aber nicht nur im Seevorland bemerkbar, sondern auch in den Städten - Gräserpollen wird bis zu 100 km weit vertragen. "Von Seiten der Patienten kann ich sagen, dass die Gräserpollensaison bisher ausgeprägt war", sagt Dr. Fritz Horak. Er leitet das Allergiezentrum Wien-West. "Wir haben sehr viele Patienten, die sich mit sehr starken Symptomen melden. Wir haben immer noch sehr lange Wartezeiten." Dr. Markus Berger vom Österreichischen Polleninformationsdienst gibt Entwarnung für die Flach- und Hügelländer im Osten: "Der Höhepunkt der Gräserpollensaison ist hier bereits überschritten." Vor Kurzem war von einer neuen allergenen Pflanze zu lesen, dem Götterbaum. In Wien sei der Pollen des Götterbaums häufiger als jener der Gräser zu finden, meldete der ORF vor Kurzem. Hören Sie sich an, was Horak und Berger zu diesem Thema zu sagen haben!…
Hörgang MedUni Wien Die Zahlen belegen, dass man bei Kopfschmerzen von einer Volkskrankheit sprechen kann - 1 Million Österreicher laboriert an Kopfschmerzen. Nach Stand der Forschung müsste niemand mehr leiden. Die Realität sieht leider anders aus. Das ist der Grund, warum der Bedarf an profunden Schmerz-Ratgebern groß ist. Prof. Dr. Christian Wöber leitet den Spezialbereich Kopfschmerz an MedUni Wien und AKH Wien sowie die dazugehörige Akutambulanz. Der gefragte Experte ist unter die Autoren gegangen. Titel seines Buches: „Kopfschmerz“ - Untertitel: „Richtig zuordnen und gezielt behandeln.“ Genau damit gibt es aber ein Problem, denn 50 Prozent der Betroffenen haben noch nie ärztliche Hilfe in Anspruch genommen. Wöber dazu: "Jeder Mensch der Kopfschmerzen hat, die den Alltag beeinträchtigen, soll ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Ich sehe immer noch viele Patienten, die mir sagen, sie hätten schon lange kommen sollen und jetzt endlich machen sie es." Für Migräne gibt es keine Biomarker. Bluttests oder CT sind hier keine Hilfe. Der Arzt muss genau hinhören, was der Patient erzählt, und das geschieht auch immer öfter, sagt Wöber: "Die Zahl der Kollegen, die Kopfschmerzen abtun, wird weniger. Auch die Aussage, dass Patienten mit ihren Kopfschmerzen leben müssen, wird seltener." Wird Migräne eines Tages heilbar sein? "Dieser Wunsch ist mehr als berechtigt. Im Moment kann man sagen, dass wir mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten die Migräne zwar immer besser behandeln können, aber nicht so, dass sie für alle Zeiten unterbleiben." In seinem Ratgeber führt Wöber aus, für welche Arten von Kopfschmerzen es etablierte Behandlungen gibt. Andererseits stellt er auch klar, dass man sich in der Schmerzbehandlung nicht allein auf die evidenz-basierte Medizin stützen kann, die auf absolut gesicherten Daten beruht. "Wir brauchen auch Herangehensweisen, die sich im Alltag als nützlich erwiesen haben und die keine bedenklichen Nebenwirkungen haben." Soll heißen: Das Versprechen "Nie wieder Kopfschmerzen" können Ärzte im Moment nicht erfüllen.…
Hörgang MedUni Wien Sebastian Schoppmann hat per 1. März 2024 eine Professur für Onkologische Chirurgie an der MedUni Wien übernommen. Er ist Experte für minimalinvasive Techniken in der Viszeralchirurgie, auch Bauchchirurgie genannt. Hier beschäftigt sich Schoppmann mit Erkrankungen und Verletzungen von Speiseröhre und Magen. Bei der Behandlung von soliden Tumoren, gutartigen wie bösartigen, ist die Chirurgie unverzichtbar. Bleibt das so? Schoppmann dazu: "Da tut sich gerade vieles. Derzeit hat die chirurgische Onkologie einen zentralen Stellenwert. Bei einer geringen Anzahl viszeralchirurgischer Tumoren muss man gleich operieren. Die meisten anderen Tumoren werden vorbehandelt und nachbehandelt. Allerdings, und das ist für die Patienten sehr erfreulich, ist es so, dass viele systemische Chemotherapien, Immuntherapien, Antikörpertherapien in jüngster Vergangenheit so effektiv geworden sind, und so zielgerichtet geworden sind, dass es immer mehr Patienten geben wird, deren Tumoren komplett verschwinden. Das ist ein Licht am Horizont, dass wir manchen Patienten diese großen und teilweise wirklich belastenden Operationen ersparen können." Ab wie vielen Speiseröhren-OPs man in diesem Feld als Spezialist gilt, wollte ich von Dr. Schoppmann wissen - und er nannte eine Zahl: 20 Resektionen, also operative Entfernungen, im Jahr müssten es schon sein. Warum ist die Frage wichtig? In der modernen Chirurgie geht es um Spezialisierung und um spezialisierte Zentren. Schoppmann dazu: "Im Gegensatz zu früher, als einzelne Chirurgen versucht haben, alles abzudecken, weiß man heute, dass eine hochgradige Spezialisierung einfach zu einem besseren Ergebnissen nach den Operationen führt." Weiters erfahren Sie in diesem Podcast: 1.) was es mit den "Tumor-Boards" auf sich hat, die zu Jahresbeginn als "Expertenboards" Schlagzeilen gemacht haben, und 2.) dass die MedUni den Schritt zur Roboter-unterstützten Chirurgie wagt. Schoppmann lobt den Fortschritt: "Der Übertrag von den Fingern auf das Instrument funktioniert hervorragend und sensibel. Es ist fas mehr Operieren mit den Händen als bei minimalinvasiven Eingriffen, die derzeit Standard sind."…
Wir befragen heute gleich drei Experten: Bruno Podesser, Leiter des Zentrums für Biomedizinische Forschung und Translationale Chirurgie an der MedUni Wien, Rainald Seitelberger, Vorstand der Universitätsklinik für Herzchirurgie, Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am Uniklinikum Salzburg sowie Sebastian Globits, Ärztlicher Leiter des Herz-Kreislauf-Zentrums Groß Gerungs (Waldviertel) Worum geht es? Wir blicken sie auf die 3 wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Herzchirurgie zurück: nämlich die erste Verpflanzung eines menschlichen Herzens 1967 durch Christiaan Barnard in Südafrika; das erste künstliche Zusatzherz, das vor fast genau 50 Jahren beim Kalb Esmeralda durch Jan Navratil in Wien 1975 eingesetzt wurde; die erste Transplantation eines Schweineherzens in den USA vor 2 Jahren. Das sind die viel zitierten Meilensteine der Herzchirurgie. Was ließ sich daraus lernen und woran hapert es noch? Werden Roboter zur Konkurrenz in der Herzchirurgie? Wie steht Österreich im internationalen Vergleich da? Und schließlich: Wieviel an Herz-Krankheiten könnten wir uns durch eine gesunde Lebensführung ersparen? Viele wichtigen Fragen und die stellt in dieser Runde die Springer-Autorin Susanne Krejsa Mac Manus.…
Hörgang MedUni Wien Wir sprechen heute mit einem Gerichtsmediziner, und zwar mit dem Leiter des Zentrums für Gerichtsmedizin an der MedUni Wien, Prof. Dr. Nikolaus Klupp - also mit einem Menschen, der herausfinden muss, wie die letzten Minuten im Leben eines Menschen ausgesehen hat, der unter meist ungewöhnlichen Umständen zu Tode gekommen ist. "Ich finde den Beruf immer noch unglaublich spannend." Im Interview mit Martin Burger schildert Klupp seine spannendsten und bedrückendsten Fälle. Zu ersteren zählen Proteinbestimmungen aus dem Zahnschmelz von Leichen aus der Kupferzeit vor 6.000 Jahren; zu letzteren gehört die Obduktion der 71 Leichen nach der Flüchtlingstragödie von Parndorf. Zur Person: Nikolaus Klupp studierte Humanmedizin an der heutigen Med Uni Graz . Er ist Facharzt für Gerichtsmedizin und Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger sowie Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Gerichtsmedizin. Klupp war seit dem Jahr 2020 stellvertretender Leiter und ist seit 1. Jänner 2024 Leiter des Zentrums für Gerichtsmedizin der MedUni Wien.…
Hörgang MedUni Wien Am 5. März 1984 wurde das erste Mal in Wien erfolgreich ein menschliches Spenderherz verpflanzt. Seither werden im Schnitt pro Jahr 40 bis 50 Transplantationen an AKH Wien und MedUni Wien durchgeführt. Wie sich Wien in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Zentrum für Herztransplantationen entwickelt hat und warum es auch nach 40 Jahren keine reine Routine ist, ein fremdes Herz in einen Menschen einzunähen und bei den ersten Schlägen zuzuschauen, darüber spreche ich mit dem Programmdirektor Herztransplantation an der Universitätsklinik für Herzchirurgie von MedUni Wien und AKH Wien, Prof. Dr. Andreas Zuckermann. 60 Prozent der Patienten, die auf die Warteliste kommen, leiden an einer Herzmuskelerkrankung, die auch vererbt werden kann. 30 Prozent der Transplantationskandidaten haben eine koronare Herzerkrankung und bereits Bypass-Operationen hinter sich haben. Der Rest verteilt sich auf seltene Erkrankungen. Die Logistik und das Timing bei Herztransplantionen ist bis heute extrem herausfordernd. Dazu ist eine große Menge an Menschen und viel Technik ist nötig, um das wichtigste Organ des Menschen zu transplantieren. Der Eingriff selbst ist chirurgisch nicht allzu kompliziert, doch psychologisch ist diese Organverpflanzung stark aufgeladen. Zuckermann dazu: "Schließlich heißt, ich liebe dich von ganzem Herzen, nicht von ganzer Leber".…
Alle Mitglieder der Apothekerkammer müssen künftig über einen Zeitraum von drei Jahren 150 Fortbildungspunkte sammeln, um ihre Fortbildungsverpflichtung zu erfüllen. Es gibt zwei verschiedene Arten von Fortbildungspunkten und diese werden zentral dokumentiert. Ein Punkt umfasst 30 Minuten Fortbildung. Welche Fortbildungen geltend gemacht werden können und wie die Kammer das dokumentiert, erläutert Mag. Stefan Deibl, der Leiter der Fort- und Weiterbildungsabteilung der Apothekerkammer, im Gespräch mit Springer-Redakteurin Verena Kienast.…
Nieren leiden still und heimlich. Erst in fortgeschrittenem Stadium treten Symptome auf. Immer mehr Patienten stehen vor dem Nierenversagen. Damit es nicht so weit kommt, plädiert der Arzt Marcus Säemann für die Aufnahme der Nierenkontrolle in die Gesundenuntersuchung. Eine neue App soll die Aufmerksamkeit auf das Organ lenken. Sprichwörtlich prüft man zwar auf Herz und Nieren, doch der zweite Teil unterbleibt zumeist. Grund dafür: die Niere ist nicht Teil der Gesundenuntersuchung, sagt der Nephrologe und Internist Prof. Dr. Marcus Säemann. Und das kann die Medizin nicht einfach so hinnehmen. Denn immer mehr Menschen sind von einer chronischen Niereninsuffizienz (CKD – chronic kidney disease) betroffen. Insbesondere Menschen mit Diabetes mellitus weisen dramatische Steigerungen auf, mit mehr als 3 Prozent pro Jahr. Eine Nierenerkrankung verläuft lange symptomlos und unbemerkt. Manche Symptome sind unspezifisch und kommen auch nicht bei allen Patienten vor. Umso wichtiger ist eine einfache Vorsorgeuntersuchung, sagt Säemann. er Vorstand der 6. Med. Abt. für Nephrologie der Klinik Ottakring und Präsident der Österreichishen Fachgesellschaft für Nephrologie (ÖGN) fordert Risikopatienten auf, mindestens einmal im Jahr zur Harn- und Blutabnahme zu gehen, bei der auch die Eiweißmenge im Harn kontrolliert wird. „Wir haben gelernt, auf unsere Cholesterinwerte zu achten , aber vergessen dabei, wie wichtig auch andere Parameter wie das Eiweiß im Harn und Kreatinin im Blut als Ausdruck der Nierenfuktion sind“, sagt Säemann. Und er fordert die Aufnahme der Untersuchung in die jährliche Gesundenvorsorge. Die Begründung ist klar: Erkennt man eine CKD im frühen Stadium, gibt es gute Therapiemöglichkeiten, so dass eine Dialyse oder eine Nierentransplantation gar nicht nötig wird. Bis es soweit ist, gilt es, das Bewusstsein der Bevölkerung und der Kollegen auf die Niere und ihre Funktionen zu lenken. Säemann und die Assistenzärtin Dr. Sara Ksiazek haben eine Desktop-App entwickelt – die nieren.app. Ksiazek befindet sich gerade in der Facharztausbildung für Nephrologie. „Für Patienten ist die App ein Mittel, die eigene Nierenfunktion nachzusehen und zu überprüfen. Für Ärzte haben wir e in Tool geschaffen, das im ärztlichen Krankenhaus und in der Ordination nutzbar ist.“ Säemann: „Diese App hat eine gewisse Evolution hinter sich. Ursprünglich wollten wir diese App für Nierenspezialisten kreieren. Es ist aber eine Tatsache, dass die Nephrologie viele Bereiche der inneren Medizin berührt. Daher haben wir die App für Allgemeinmediziner und Internisten geöffnet. Weil aber die chronische Nierenerkrankung so viele Menschen betrifft – ca. 10 Prozent der gesamten Bevölkerung –, war es wichtig, genug Information für die Patienten bereitzustellen, das klar verständlich ist.“ xxxx Damit nicht genug. Säemann führt aus: „Im Sinne des Empowerments der Patienten können sie mit der App ihr persönliches Risiko und den Grad ihrer Nierenerkrankung einfach und leicht bestimmen.“ Dazu bieten Säemann und Ksiasek digitale Selbsttests an. In eine Maske gibt man die Datem aus den Harn- und Bluttests ein. Mithilfe einer Formel wird die Nierenfunktion (eGFR) errechnet sowie das Risiko für Nierenversagen (KFRE – kidney failure risk equation). Säeman abschließend: „Es gibt die Heurisitik: Numbers are hard to ignore. D.h., wenn ein Patient bezüglich einer Therapie Bedenken hat, dann kann er mit einer Zahl, die ihm das Risiko zeigt, dass er in 5 Jahren deutlich voranzuschreiten wird mit seiner Nierenerkrankung, kann er damit etwas anfangen. DAs löst vieles auch im ärztlichen Gespräch auf.“ Ksiazek: Zum einfachen Verständnis wurde ein Farbcode hinterlegt, je röter, desto schlechter die Ergebnisse.…
Blütentalk - Folge 2 / 2024 Der dramatisch Ausdruck ist gerechtfertigt! Wenn das ein seriöser Wissenschaftler wie Dr. Markus Berger sagt, dann ist Feuer am Dach. Wir sind in einem intensiven Birkenpollenjahr und so eine ausgewachsene Birke kann 1,7 Millionen Pollenkörner freisetzen - pro Kätzchen. Der Leiter der Österreichischen Polleninformation ist Gast im zweiten "Blütentalk"-Podcast des Jahres. Berger führt aus, dass Kreuzreaktionen nichts mit Verwandtschaft zu tun hat, sondern mit der Ähnlichkeit der Allergene, die auf der Oberfläche von Pollenkörnern sitzen. So kommt es, dass unser Körper Birke und Apfel verwechselt. Moderator Martin Burger fragt Berger aber auch über die Allergenität von Aliens aus - und über Park- und Alleebäume, die zwar Klimastress und Schadstoffe gut aushalten, mitunter aber Allergikern Probleme bereiten.…
Der Virologe Florian Krammer wird neben seiner Professur an der Icahn School of Medicine in New York auch in Wien Teilzeit arbeiten, und zwar an der MedUni Wien. Darüber hinaus eröffnet der renommierte Forscher ein neues Institut zur "Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge". Im Hörgang-Podcast spricht der gebürtige Steirer über seine internationale Karriere, seinen Blick auf Wien und die politische Lage in den USA für Forscher. Und auch darüber, warum er "kein schönes wissenschaftliches Deutsch" hat und warum das ein Vorteil ist.…
Die Gesundheit Österreich GmbH geht davon aus, dass für ein wirtschaftlich gesunde Primärversorgungseinheit ein Einzugsgebiet von mindestens 6.000 Menschen nötig ist. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die ärztliche Grundversorgung in den meisten Gemeinden auch in Zukunft vom Haus- oder Landarzt betreut werden wird. Dr. Naghme Kamaleyan-Schmied, Obfrau der Kurie der niedergelassenen Ärzte in Wien, hat daher ein "PVE light" vorgeschlagen. Zusatz-Leistungen wie sie in Primärversorgungszentren angeboten und von den Kassen bezahlt werden, soll es auch für Einzelordinationen geben. Ob die Ärzte daran überhaupt interessiert sind, bespricht Kamaleyan-Schmied im Interview mit Josef Broukal.…
Dr. Paul Jirak aus Linz hat sich auf Augenlaserchirurgie und auf Linsenchirurgie spezialisiert. Das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit sorgt für regen Betrieb in seiner Praxis. "Es gibt mittlerweile viele technische Spielarten der Laserchirurgie. Ich würde sagen, dass wir heute Fehlsichtigkeiten zwischen drei und vier Dioptrien bei Weitsichtigkeit und acht Dioptrien bei Kurzsichtigkeit mit den Lasern behandeln können." Ich trage seit 50 Jahren Brillen gegen meine Kurzsichtigkeit, wurde aber noch nie auf augenchirurgische Möglichkeiten hingewiesen, wie kann das sein, gibt es Vorbehalte unter den Augenärzten? "Das ändert sich, vor allem den jungen Kollegen ist es heute fast peinlich, wenn sie über laserchirugische Eingriffe keine Auskunft geben können." Was den Augenärzten immer noch zu schaffen macht, ist die Makuladegeneration, die unheilbar ist. Mit der Alterung der Gesellschaft treten vermehrt neurodegenerative Erkrankungen auf. "Wir könnten mit technischen Mitteln bionische Augen bauen, wir könnten Nachtsichtmodi einbauen und sogar aufnehmen, was wir sehen, selbst so banale Themen wie Energieversorgung sind gut lösbar. Wir haben Iris-Prothesen, die als Solarzellen dienen. Unser Problem ist aber: Wir finden den Stecker nicht. Wir können die Informationen, die wir generieren, nicht an das zentrale Nervensystem anschließen."…
Der Hörgang-Blütentalk entsteht in Zusammenarbeit mit dem Verein Österreichische Polleninformation.
Das Lorenz-Böhler-Krankenhaus, auch Traumazentrum Wien Brigittenau genannt, wird wegen Mängeln beim Brandschutz geschlossen. Laut dem Betreiber, der AUVA, ist die Schließung alternativlos. Von der AUVA gibt es keine Stellungnahme gegenüber den Medien, auch nicht gegenüber dem ORF. Der ehemalige Anchorman des Senders Josef Broukal hat mit dem Unfallchirurgen Heinz Brenner gesprochen.…
Wir werden immer älter, verbringen diese zusätzlichen Jahre aber nicht bei guter Gesundheit. Der junge Molekularbiologe Slaven Stekovic rät dazu, rechtzeitig mit Muskelaufbautraining zu beginnen, um in den Club der 100-Jährigen aufgenommen zu werden. Warum Frauen mit weniger Training zum gleichen Ergebnis wie Männer zu gelangen, auch das erläutert er im Gespräch mit Raoul Mazhar und Martin Burger.…
Dieser Podcast entstand mit freundlicher Unterstützung von Sanofi. MAT-AT-2301227, 1.0., 12/2023
Die Haselpollensaison 2024 hat begonnen. Auch die heimischen Erlen sind blühbereit. Damit müssen sich Pollenallergiker auf einen ersten unangenehmen Pollenflug einstellen. Das teilt der neue Pollenservice Wien mit. Die Serviceeinrichtung der MedUni Wien informiert auf ihrer Webseite laufend über die aktuelle Situation in der Bundeshauptstadt. Gemessen wird die Belastung mit sogenannten Pollenfallen. Seit Kurzem verfügt die MedUni über ihre eigene Falle. Sie steht auf dem Dach der Gerichtsmedizin in der Sensengasse im 9. Bezirk. Geleitet wird der Pollenservice von Katharina und Maximilian Bastl. Ich habe Sie in der sogenannten Provokationskammer an der Universitätsklinik für Hals-, Nasen und Ohrenkrankheiten der MedUni Wien besucht.…
Der letzte Tag im Februar ist traditionell den seltenen Krankheiten gewidmet. In fast jeder Schulklasse gibt es ein Kind mit einer Seltenen Krankheit. Als selten gilt eine Krankheit, wenn sie bei maximal 5 von 10.000 Menschen auftritt. Neben den physischen Beschwerden tragen die meist jungen Patienten auch psychische und soziale Lasten. Um ihnen bei der Bewältigung ihrer Probleme zu helfen, wurde an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde von MedUni Wien und AKH Wien ein einzigartiges Programm namens "Education and Care in RARE" ins Leben gerufen. RARE steht für rare oder orphan Disease. Das Ziel dieses Programms ist es, den Kindern zu helfen, ihre oft genetisch bedingte Krankheit besser zu verstehen und ihren Alltag bestmöglich zu bewältigen. Die Medizinerin Prof. Dr. Julia Vodopiutz und die Psychologin Dr. Marion Herle erklären, wie das funktioniert. Dieser Podcast enstand in Zusammenarbeit mit der MedUni Wien Die Fragen stellt Martin Burger.…
Die Corona-Jahre haben zu einer Spaltung der Gesellschaft geführt. Es gelang der Regierung nicht, alle Menschen von Lockdowns, Masken- und Impfpflicht zu überzeugen. Was können, was müssen die Österreicher daraus lernen? Die Akademie der Wissenschaften gibt in einer großen Studie einige Hinweise. Josef Broukal hat mit dem Autor der Studie, Alexander Bogner vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung gesprochen. Die Corona-Studie fiel jedenfalls bei der Bundesregierung auf fruchtbaren Boden. Am 21. Dezember 2023 beschloss der Ministerrat fünf Leitlinien für den Umgang mit künftigen Pandemien.…
Antidepressiva zählen zu den am häufigsten verschriebenen Arzneimitteln. Doch sie haben teils erhebliche Nebenwirkungen. Prof. Dr. Thomas Stockner vom Pharmakologie-Institut der MedUni Wien will das ändern. Zur Erklärung: Antidepressiva zielen auf den Serotonin-Transport in Nervenzellen. Stockner dazu: "Wenn man sich den Transporter vorstellt wie ein Auto, wollen wir wissen, wie der Motor funktioniert. Und wozu ist das gut? Wenn Patienten unter Depressionen leiden, stellt sich die Frage: Wie kann man ihnen helfen? Das Problem besteht darin, dass zu wenig Neurotransmitter in der Synapse vorhanden ist, und daher zu wenig vom Signal produziert wird. Wir versuchen im Endeffekt, das Signal zu verstärken, also ein Tuning. Und das machen wir, indem wir den Transporter verlangsamen, damit er etwas weniger effizient die Neurotransmitter wieder wegräumt. Und um das durchzuführen, versucht man spezifisch diesen Transporter zu treffen." Die Spezifität ist aber auch das größte Problem der Forschenden, sagt Stockner: "Die Herausforderung besteht darin, dass im Gehirn Abermillionen von Neuronen aktiv sind, die sich vernetzen. Hingegen gibt es nur eine Handvoll von Neurotransmittern und eine Handvoll an Rezeptoren für einen Neurotransmitter, und nicht mehr. Es gibt das serotonerge System und zwei weitere, ähnliche Systeme, das dopaminerge und das noradrenerge. Die Neurotransmitter sind einander sehr ähnlich. Die Schwierigkeit besteht darin, nur einen Rezeptor zu erreichen." Eine andere, handfestere Gefahr, besteht darin, dass Nebenwirkungen die Patienten dazu bringen, die Therapie abzubrechen: "Meiner Erfahrung nach ist dieses Problem bei psychischen Erkrankungen eher größer als bei anderen Arten von Erkrankungen, bei denen Medikamente eingenommen werden müssen. Grund dafür ist, dass Antidepressiva mit Nebenwirkungen verbunden sind, die man nicht will und die auch eine gewisse Gefahr darstellen." Ehrliche Frage an den Experten: Wie viel Forschung liegt noch vor Ihnen? Stockners ehrliche Antwort: "Wenn man die Zahl der Nebenwirkungen reduzieren will , ist der Weg noch sehr weit."…
Als „Hofmohr“ ist Angelo Soliman (1721-1769) in die Wiener Stadtgeschichte und -mythologie eingegangen. Sein Aufstieg vom Sklaven zum Kammerdiener des Fürsten Liechtenstein war zu seiner Zeit einzigartig. Er galt als brillanter Denker; der Ruf als hervorragender Schachspieler eilte ihm voraus. Spielgewinne investierte er vorausschauend (und dennoch glücklos). Er war Mitglied in derselben Freimaurerloge wie W. A. Mozart; die Figur des Monostatos in Mozarts Singspiel „Zauberflöte“ beruht auf Soliman. Seiner dunklen Hautfarbe wegen wurde Soliman nach seinem Tod als Stopfpräparat im Hof-Naturalien-Cabinet ausgestellt. Pathologe und Autor Roland Sedivy hat sich auch mit diesem prominenten Todesfall (Soliman starb vermutlich an einem Hirnschlag) intensiv befasst.…
Gesundheitsreform steht auf der politischen Agenda. Dieser Tage wird viel über Macht und Einfluss der Ärztekammer diskutiert, von Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bis zu Gesundheitsminister Johannes Rauch, Grüne - vielen ist die Interessensvertretung der Mediziner ein Dorn im Auge.
Im Obduktionsbericht, der einen Tag nach dem Tod von Ludwig Van Beethoven, am 27. März 1827, von Dr. Wagner verfasst wurde, wird der Zustand des Leichnams beschrieben. Besonders an den Gliedmaßen war der Körper stark abgemagert und mit schwarzen Flecken übersät. Der Unterleib hingegen war stark aufgebläht und angespannt. Um Obduktionsberichte, insbesondere einen aus dem frühen 19. Jahrhundert, zu verstehen, bedarf es der Expertise von Prof. Dr. Roland Sedivy. Der Pathologe hat sich intensiv mit den alten Akten beschäftigt und berichtet im Podcast Hörgang über die Krankengeschichte des berühmten Komponisten.…
Interventionelle Bronchiologie eröffnet neue, patientenschonende Diagnosen und Therapien für die Lunge. Prof. Dr. Daniela Gompelmann forscht an der MedUni Wien an diesen neuen Verfahren. Welche Verbesserungen und neuen Möglichkeiten bietet die Lungenspiegelung oder Bronchoskopie, um die es hier in erster Linie geht? Was bringen sie den Patienten, etwa bei der Diagnostik und Behandlung des Lungenkarzinoms? Darum geht es in dieser Folge von „Hörgang“, der in Zusammenarbeit mit der MedUni Wien entstand. Die Fragen stellt Josef Broukal.…
Der Pathologe Roland Sedivy begibt sich auf Spurensuche nach spektakulären Todesfällen und mysteriösen Morden. In seinem neuen Buch bietet der erfahrene Mediziner mit mehr als 20.000 Obduktionen einen Blick in das Innere von prominenten Menschen der Geschichte. In Teil 1 unserer Podcast-Reihe steigen wir in die Kapuzinergruft hinab und besuchen das Grab von Kaiserin Elisabeth. Wir besprechen Sisis Ermordung 1898 durch den Anarchisten Luigi Lucheni mit einer Dreikantfeile. Das Mordwerkzeug war so spitz, dass Sisi selbst erst gar nicht verstand, was mit ihr passierte. "Was wollte denn der Mann? Wollte er meine Uhr stehlen?" An ein Attentat dachte sie nicht. Gestorben ist die Kaiserin letztlich an einer Herzbeuteltamponade. Dass es dann überhaupt zu einer Leichenbeschau kam, ist der Sturheit der Schweizer Behörden zu verdanken. Was die Akte sonst noch verrät - Sisi wurde zum Beispiel im Bett obduziert -, erzählt Roland Sedivy in diesem Springer-Podcast Pathologie.…
Dieser Podcast entstand mit freundlicher Unterstützung von Sanofi.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankung und Osteoporose - die Entzündung gut im Griff, aber lauert etwas im Hintergrund. Für die Therapie der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen stehen mittlerweile eine Vielzahl an Optionen und Substanzklassen zur Verfügung. Ziel der Therapie ist es immer, Patientinnen und Patienten in eine stabile Remission zu bringen. Aktuell gibt es keine Richtlinien, wie Patienten mit Osteoporose oder mit Risikofaktoren für eine Osteoporose behandelt werden sollen. Dieser Podcast bietet einen interdisziplinären Blick auf das Screening von Risikopatienten und auf die Behandlung. Christoph Österreicher spricht mit Dr. Alexander Eser vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien und Prim. Dr. Peter Peichl vom Evangelischen Krankenhaus in Wien. Dieses Audioangebot entstand mit freundlicher Unterstützung der Pfizer Corporation Austria GmbH Wien und ist mit 2 Fortbildungspunkten dotiert.…
Dr. Ronny Tekal hat ein Buch geschrieben, das den Patienten an seine innere Apotheke, an seine Selbstheilungskräfte erinnert und erläutert, wie man die körpereigenen Medikamente – Hormone in erster Linie – bestellt und aktiviert. Das Buch heißt daher auch: Deine innere Apotheke. Der Hauptverband des österreichische Buchhandels führt Tekals Titel auf der Bestellerliste der Ratgeberliteratur an. Ich habe den Arzt und Autor zum Interview getroffen. Das Gespräch wurde backstage im Wiener Etablissement Casanova aufgezeichnet. Medizinkabarett live gibt es dann wieder im neuen Jahr, am So., den 7. Jänner, spielen Ronny Tekal und sein Bühnenpartner Norbert Peter ihr aktuelles Programm „Wechselwirkung“ im Wiener Orpheum.…
Arthrose, schmerzhafter Gelenksverschleiß, ist eine Volkskrankheit in Österreich. 11 Prozent aller Männer und 18 Prozent aller Frauen leiden daran. Welche Hilfen kann die Wissenschaft diesen Menschen bieten? Wir sprechen mit Prof. Dr. Daniel Aletaha, Rheumatologe an der MedUni Wien. Die Fragen stellt Ex-ZiB-Moderator Josef Broukal.…
Naturwissenschaftlich begründete Diagnose und Therapie gibt es in Wien seit 1745, mit der Berufung des Aufklärers Gerard van Swietens zum Leibarzt Maria Theresias. Die Geschichte der Medizin reicht aber viel weiter zurück, der Medizinhistoriker Herwig Czech setzt sie mit der Gründung der Medizinischen Fakultät an der Universität Wien an. Czech übernahm Anfang November die Professur für Geschichte der Medizin an der MedUni Wien. Er nehme großes Interesse der Studierenden wahr, sagt Czech, es gebe so viele Anfragen für Diplomarbeiten, dass er gar nicht alle annehmen könne. "Wir wollen ein historisches Bewusstsein für den Arzt-Beruf schaffen." Czechs Spezialgebiet ist die Geschichte der Medizin unter den Nationalsozialisten und die Verwicklung der Mediziner mit diesem verbrecherischen Regime. "Die Beschäftigung mit dieser Zeit ist nicht nur für Österreich, Deutschland und Israel relevant, sie enthält Lehren und Warnungen für die ganze Welt."…
Die meiste Zeit arbeitet unser Darm ruhig und unauffällig vor sich hin, warum ist es dennoch so wichtig, viel über ihn zu wissen? Prof. DDr. Eva Untersmayr-Elsenhuber vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien dazu grundsätzlich: "Der Darm ist ein zentrales Organ. Wir wissen, dass der Darm für die Aufnahme der Nährstoffe aus der Nahrung zuständig ist." Der Darm ist auch unser größtes Immunorgan. Fast 80 Prozent aller Immunzellen sitzen hier. Untersmayr-Elsenhuber interessiert sich vor allem für die Frage, inwiefern aktuell viel diskutierte Krankheiten wie Post-COVID oder ME/CFS mit einer gestörten Darmbarriere zusammenhängen; die chronische Erschöpfung kann laut der Medizinerin immunologische oder endokrinologische Ursachen haben, es können aber neurologische Vorerkrankungen zugrunde liegen, sagt sie. Die Wartezeit bis zur Diagnosestellung habe sich jedenfalls stark reduziert. Die Expertin erklärt im Podcast aber auch, wie sich Darmkrankheiten in der allgemeinmedizinischen Ordination nachweisen lassen, auch wenn nur wenig Zeit pro Patient zur Verfügung steht. Doch nun genug gespoilert! Diese Episode entstand wieder in Zusammenarbeit mit der MedUni Wien. Die Fragen stellt Josef Broukal.…
Der Podcast entstand im Vorfeld der medizinhistorischen Veranstaltung im Billrothhaus: Entwicklungen in der Sozialmedizin im Umfeld der Gesellschaft der Ärzte in Wien: Innovationen einst und jetzt, 22. November 2023.
Unnötiges Leid ersparen, das ist eines der Forschungsziele der Pathologin Prof. Dr. Eva Compérat an der MedUni Wien. Mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz soll genauer als bisher festgestellt werden, ob bei Blasenkrebs operiert werden muss oder ob sanftere Methoden genügen. Josef Broukal hat die gebürtige Linzerin getroffen und interviewt.…
Veganer werden oft als gesundheitsbewusst angesehen. Immer mehr Ärzte schließen sich dem Trend an und verzichten auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier. Dr. Markus Kolm, ein Allgemeinmediziner im Auhofcenter am Stadtrand von Wien, ist ein überzeugter Veganer. In dieser Folge von Hörgang erklärt er, welche Nahrungsmittel besonders wertvoll sind, ob er Nahrungsergänzungsmittel einnimmt und worauf er bei seinen veganen Patienten achten muss.…
COVID-19 hat Mängel in unserem Gesundheitswesen offengelegt. Der Exodus an professionellen Pflegern aus dem öffentlichen Gesundheitssystem ist eine Folge und der ist ungebrochen. An dieser Stelle erläutern normalerweise heimische Experten, woran es bei uns hapert. Ich habe mir für diese Folge aber ein Stimme von außerhalb geholt. Die Leiterin des globalen Gesundheitsprogramms am Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung in Genf , Dr. Ilona Kickbusch.…
Moderation: Josef Broukal RvD: Martin Burger
Redaktion und Moderation: Martin Burger. Die Gespräche wurden auf dem European Health Forum Gastein (EHFG) im September 2023 aufgezeichnet.
Heute bin ich zu Gast in einem Haus in der Alservorstadt, dem Billrothhaus. Ich bin vom Alten AKH herübergekommen, so wie die Gründungsmitglieder dieses ursprünglich sehr exklusiven Vereins, der hier seit 130 Jahren seinen Sitz hat: die Gesellschaft der Ärzte in Wien. Das zweigeschossige Haus ist von außen eher unscheinbar. Dann gehe ich durch das Foyer, und es fühlt sich an, als wäre ich in einem Palais der Ringstraßen-Epoche. Tatsächlich hat hier aber niemand gewohnt, das Billrothhaus war ein Debattierclub der Ärzte-Elite. Über die Baugeschichte wissen aber diese beiden Herren mehr: Der Historiker Dr. Hermann Zeitlhofer und der Verwaltungsdirektor des Hauses Mag. Gerald Thalhammer.…
Dieser Podcast entstand mit freundlicher Unterstützung von Sanofi.
Literatur: Smeikal, M. Rheuma und Geriatrie. rheuma plus 22, 161–168 (2023). https://doi.org/10.1007/s12688-023-00615-w
Im Frühling 2023 haben 21 Fußballer, allesamt Herren jenseits der 60, einen Lehrgang beim Sportdachverband ASKÖ absolviert: Walking Football. Eine Sportart, die für ältere Semester ideal ist, weil sie gelenkschonend ist. Beinahe die Hälfte der Teilnehmer traten mit lädierten Kniegelenken an. Ich habe im Sommer bei einer Trainingseinheit der Walking Footballer in Wien-Brigittenau teilgenommen und den Initiator Uwe Mauch u.a. gefragt, warum er diese Sportart nach Wien geholt hat. Einige Teilnehmer berichten mir nicht nur von ihren körperlichen Einschränkungen, sondern vor allem von dem Fußball-Feuer, das wieder in ihnen lodert seit sie dem Ball nachgehen können - bei Walking Football spielt sich alles im Schritttempo ab, hohe Bälle und Reingrätschen sind verboten. Ein Lungenfacharzt erklärt, warum selbst schwere Lungenerkrankungen kein Hindernis für sportliche Betätigung ist.…
Dieser Podcast entstand mit freundlicher Unterstützung der SALESIANER MIETTEX GmbH
Studie
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1 Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kinder nicht - was bei Augenverletzungen zu tun ist 12:39
Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kindern nicht. Der Kinderreim ist für Augenarzt Priv.-Doz. Dr. Domagoj Ivastinovic (MedUni Graz) absolut berechtigt. Über diese Vorsichtsmaßnahmen hinaus, sollte sich die Erstversorgung beim niedergelassenen Allgmeinmediziner auf das Notwendigste (Anlegen einer Augenschale) beschränken. Das Entfernen von Fremdkörpern sei Aufgabe der Fachärzte. Ivastinovic spricht im Hörgang-Interview mit Martin Burger auch über die Folgen nicht-behandelter Augenerkrankungen bei Kindern.…
In dieser Folge unseres Podcasts Hörgang MedUni Wien sprechen wir mit Dr. Johannes Ott, stellvertretender Leiter der Klinischen Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der Medizinischen Universität Wien. Wir beleuchten drei seiner Forschungsschwerpunkte: Amenorrhö, Polyzystisches Ovarsyndrom, Abklärung der Eileiter-Durchgängigkeit. Themen, die auch für die gynäkologische Praxis interessant sind. Doz.Ott gibt dazu gerne auch direkt Auskunft, und zwar unter johannes.ott@meduniwien.ac.at.…
Mehr zum Thema „Maschinelles Lernen in der Radiologie“ finden Sie hier:
75 Jahre - die heimische Apothekerkammer ist gleich alt wie die WHO. Die Apothekerkammer ist die Berufsvertretung der rund 6.800 Apothekerinnen und Apotheker, die sowohl in öffentlichen Apotheken als auch in Krankenhäusern tätig sind. Was wenige wissen, die Apotheker verfügen auch über eine gut bestückte Bibliothek, deren Gründung auf das Jahr 1802 zurückgeht. Seit 1908 ist sie im Apotheker-Haus im 9. Wiener Gemeindebezirk untergebracht. Verena Kienast hat das Haus besucht und von Bibliothekarin Sigrid Fichtinger-Huber einiges über die Geschichte einer der ältesten und bedeutendsten pharmazeutischen Fachbibliotheken erfahren…
Ärzte und Pfleger werden an Medizinischen Universitäten, Privatuniversitäten und FHs ausgebildet. Es gibt aber noch eine weitere Institution, die sich die Entwicklung von Gesundheitspersonal auf die Fahnen geschrieben hat: das FH Technikum Wien. Hier werden E-Learning-Kurse angeboten. Für kritische Situationen wie sie in der Notaufnahme auftreten können, werden webbasierte Trainings und Virtual Reality eingesetzt. Josef Broukal hat sich das angeschaut und am Technikum Wien umgehört.…
Was löst Stress bei Krebspatienten aus? Eine neue Technologie ermöglicht es, den Stresslevel im Körper von Krebspatienten zu messen. Nun wird erforscht, wie sehr dieser Stress die Immunität und das Therapieergebnis beeinflusst. Alice Kment ist Fachredakteurin bei Springer Medizin. Sie hat Prof. Markus Hacker zur neuen Messmethode befragt. Hacker ist Vorstand der Abteilung für Nuklearmedizin an der Universitätsklinik für Radiologie der MedUni Wien. Das Gespräch wurde im Frühling aus Anlass des Symposiums CCT Trio amComprehensive Cancer Center aufgezeichnet.…
Der Online-Polleninformationsdienst (www.polleninformation.at) präsentiert sich als neuer Begleiter für Pollenallergiker. Leiter ist Dr. Markus Berger, der seit mehr als zehn Jahren einer aerobiologischen Forschungsgruppe angehört. Warum er den scheren Rahmen Universität verlassen und den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hat, erklärt er u.a. in dieser Ausgabe des Hörgangs. Außerdem: Menschen, die an einer Pollenallergie leiden steht ein Informationsdienst zur Verfügung, der nach einer Anmeldung zweimal wöchentlich per Newsletter über die aktuelle Pollensaison informiert. Pollenallergikern stehen die Services kostenlos zur Verfügung, Daten werden flächendeckend in ganz Österreich von den Messstellen ("Pollenfallen") der Bundesländer erstellt. "Über die europäische Pollendatenbank EAN (European Aeroallergen Network) haben wir auch Zugriff auf etwa 520 aktive Pollen-Messstellen in mehr als 40 Ländern weltweit. Das bedeutet, die aktuellen Pollenbelastungen und Vorhersagen in Österreich und in den meisten Ländern der EU wird es in dementsprechendem Umfang geben." Einzigartig sei dabei die Darstellung des "Allergie-Risikos" durch den Pollenflug als Landkarte.…
Am MedUni Campus AKH werden auf mehr als 6000 m² moderne Rahmenbedingungen für die Erforschung der Möglichkeiten personalisierter und digitaler Medizin geschaffen. Rund 200 Forscher und Forscherinnen sollen bis Ende 2026 am Eric Kandel Institut – Zentrum für Präzisionsmedizin die optimale Infrastruktur vorfinden, um individuell auf einzelne Patienten zugeschnittene Präventions-, Diagnose- und Therapiemethoden zu entwickeln. Der „Hörgang-MedUni Wien“ sprach mit Prof. Dr. Christoph Binder. Er ist führend mit der Planung des Zentrums für Präzisionsmedizin beschäftigt. Und gibt Antwort über Sinn und Aufgabe der neuen Forschungseinheit.…
Florenz Gilly, Medizin-Student im 4. Semester an der Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien, stand wie Hunderte von Studierenden vor den Trümmern seiner Existenz. Als die Nachricht vom Widerruf der Akkreditierung für das Studium der Humanmedizin die Runde machte, machte sich zuerst Ratlosigkeit, dann Wut breit. Am Ende blieb ein Gefühl der Ohnmacht. Bei einer Privatuniversität geht es nicht nur um Lebens- und Studienzeit, sondern auch um viel Geld. Gilly forderte Ausbildungssicherheit, demonstrierte vor dem Parlament. Nun scheint zumindest eine Übergangslösung für den Bachelorjahrgang gesichert, doch viele Probleme bleiben. Wie sieht es mit der Anrechenbarkeit von Lehrveranstaltungen aus, wenn man der SFU den Rücken kehrt und an einer MedUni einsteigt. Springer-Redakteur Martin Burger hat mit Florenz Gilly gesprochen.…
Dieser Podcast entstand mit freundlicher Unterstützung von Sanofi. MAT-AT-2300606 – 1.0 – 06/2023 Dupixent 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze Dupixent 300 mg Injektionslösung im Fertigpen Dupixent 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze Dupixent 200 mg Injektionslösung im Fertigpen • Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Fertigspritze zur einmaligen Anwendung enthält 300 mg Dupilumab in 2 ml Lösung (150 mg/ml). Jede Fertigspritze zur einmaligen Anwendung enthält 200 mg Dupilumab in 1,14 ml Lösung (175 mg/ml). Jeder Fertigpen zur einmaligen Anwendung enthält 300 mg Dupilumab in 2 ml Lösung (150 mg/ml). Jeder Fertigpen zur einmaligen Anwendung enthält 200 mg Dupilumab in 1,14 ml Lösung (175 mg/ml). Dupilumab ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper. Er wird mittels rekombinanter DNA Technologie in Ovarialzellen des chinesischen Hamsters (Chinese Hamster Ovary, CHO) produziert. Liste der sonstigen Bestandteile: Argininhydrochlorid, Histidin, Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80 (E 433), Natriumacetat-Trihydrat, Essigsäure 99 % (E 260), Saccharose, Wasser für Injektionszwecke. • Anwendungsgebiete: Atopische Dermatitis Erwachsene und Jugendliche: Dupixent wird angewendet zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen. Kinder von 6 Monaten bis 11 Jahre: Dupixent wird angewendet zur Behandlung von schwerer atopischer Dermatitis bei Kindern von 6 Monaten bis 11 Jahre, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen. Asthma Erwachsene und Jugendliche: Dupixent ist angezeigt als Add-on-Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit schwerem Asthma mit Typ 2-Inflammation, gekennzeichnet durch eine erhöhte Anzahl der Eosinophilen im Blut und/oder eine erhöhte exhalierte Stickstoffmonoxid-Fraktion (FeNO), siehe Abschnitt 5.1, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren zur Erhaltungstherapie angewendeten Arzneimittel unzureichend kontrolliert ist. Kinder von 6 bis 11 Jahre: Dupixent ist angezeigt als Add-on-Erhaltungstherapie bei Kindern von 6 bis 11 Jahre mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch eine erhöhte Anzahl der Eosinophilen im Blut und/oder eine erhöhte exhalierte Stickstoffmonoxid-Fraktion (FeNO), siehe Abschnitt 5.1, das trotz mittel- bis hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren zur Erhaltungstherapie angewendeten Arzneimittel unzureichend kontrolliert ist. zusätzlich 300 mg: Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (Chronic rhinosinusitis with nasal polyposis, CRSwNP) Dupixent ist angezeigt als Add-on-Therapie mit intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von Erwachsenen mit schwerer CRSwNP, die mit systemischen Kortikosteroiden und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Prurigo nodularis (PN) Dupixent ist angezeigt zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Prurigo nodularis (PN) bei Erwachsenen, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen. Eosinophile Ösophagitis (EoE) Dupixent ist angezeigt zur Behandlung der eosinophilen Ösophagitis bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg, die mit einer konventionellen medikamentösen Therapie unzureichend therapiert sind, diese nicht vertragen oder für die eine solche Therapie nicht in Betracht kommt (siehe Abschnitt 5.1). • Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. • Zulassungsinhaber: Sanofi Winthrop Industrie, 82 avenue Raspail, 94250 Gentilly, Frankreich. • Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. • Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Dermatika, Mittel zur Behandlung der Dermatitis, exkl. Kortikosteroide, ATC Code: D11AH05. Stand der Information: April 2023. Weitere Angaben zu den besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie ggf. Gewöhnungseffekten sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.…
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Die Gesundheitskommunikatorin, Trainerin und Sachbuchautorin Britta Blumencron schult Gesundheitspersonal im Umgang im Umgang mit Patienten. „Mich interessieren die kritischen Situationen, wo man an die Schmerzgrenze stößt. Dafür gibt es simple Methoden und Techniken, die man anwenden kann." Ihr Credo lautet: Nur weil wir viel reden, sind wir noch keine Kommunikationsprofis. Die Fragen stellt Martin Burger.…
Die Pharmaindustrie hat in der öffentlichen Wahrnehmung nicht immer den besten Ruf und keinen leichten Stand. Darüber vergisst man allerdings leicht, dass sie auch in Bereichen aktiv ist, die auf den ersten Blick nicht gewinnversprechend sind wie bei den seltenen Erkrankungen. Davon gibt es einige Tausend und die Patientenzahlen sind oft so gering, dass die Entwicklung neuer Therapien sehr, sehr schwierig ist. Die Wiener Firma AoP Health ist im Kampf gegen seltene Erkrankungen seit Jahrzehnten aktiv und erfolgreich. Wir haben uns dieses Wiener Pharmaunternehmen näher angeschaut, wetten, dass Sie noch nie von der Krankheit gehört haben, an der diese Firma forscht.…
Jeder ist in der Apotheke schon hinter jemandem in der Schlange gestanden, der ein Medikament nicht bekommen hat. Und bald kennt jeder kennt einen Arzt, der wegen benötigter Antibiotika herumtelefonieren musste. In Sachen Arzneimittelversorgung ist derzeit in Europa Feuer am Dach. Doch wieso eigentlich? Medikamentenmangel gab es schon vor der Pandemie. Eines vorweg: es gibt Lösungen für dieses Problem, es gibt Preismodell, um die Versorgung sicherzustellen, nur, billiger wird es nicht. Zu Gast im Hörgangstudio ist Komplexitätsforscher Prof. Dr. Peter Klimek. Die Fragen stellt Josef Broukal.…
Kongresse sind auch im Zeitalter von Zoom und Teams noch zeitgemäß. Nirgendwo sonst befinden sich so viele Fachkollegen auf engem Raum wie bei einer Präsenzveranstaltung. Dr. Heinz Brock ist als Präsident des Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongress angetreten, um die drängendsten Probleme des Gesundheitswesen wie den Personalmangel zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten. Redaktion/Moderation: Josef Ruhaltinger, Chefredakteur ÖKZ Info: 13. Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongress, "Unterwegs in ungewissen Zeiten", 22. bis 23. Juni 2023 im Austria Trend Hotel Savoyen Wien…
Am Küchentisch des Kärntner Viergenerationenhauses, in dem Herwig Oberlerchner aufwuchs, wurden viele Dinge besprochen, die nicht für Kinderohren bestimmt waren. Schnell fand der Bub aber heraus, dass die Eltern bereit waren manche Geheimnisse zu lüften, etwa über NS-Sympathien. Andere wurden in Verliese des Erinnerns gesperrt wie die Depressionen und Suizide in der Familie. Oberlerchner machte sich das Brechen des Schweigens zur Lebensaufgabe, wurde ein landesweit bekannter Psychiater und entdeckte nebenbei einen lange verschollenen Zweig seiner kärntnerisch-kanadischen Großfamilie.…
Um zu wissen, wann der Frühling beginnt, muss ich seit vielen Jahren nur in meinen Terminkalender schauen. Wenn Uwe Berger, der Leiter des Österreichischen Pollenwarndienstes, zur Presse spricht und seine hieb- und stichfesten Pollenprognosen streut – dann ist Frühling. Heuer war er noch zu erleben. 2024 geht an der MedUni Wien in Pension. Von Ruhestand ist keine Rede. Seine Pläne für die Zukunft, die verrät er in Kürze hier im Hörgang.…
Gerade an den jüngsten Patienten gingen die scheinbar harmlosen, grippeähnlichen Symptome der RSV-Infektionen nicht spurlos vorüber. Viele Säuglinge und Kleinkinder lagen heuer mit schweren akuten Atemwegsinfekten im Spital. Die Ordinationen waren überlastet. "Das Virus ist ziemlich gemein", bringt es die Virologin Monika Redlberger-Fritz auf den Punkt. Sie ist unser Gast im Hörgang. Schuld daran war und ist vor allem das respiratorische Syncytial-Virus, RSV. Weitgehend unbekannt und tendenziell auch unterschätzt.…
Die alte Regel „Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen“ bezieht sich auf Gewitter – und ist widerlegt. Besonders im Frühling kann es unter Eichen aber tatsächlich ungemütlich werden. Grund dafür sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Prof. Dr. Harald Maier ist bei Tanja Fabsits Gast. Er ist Facharzt für Dermatologie und Oberarzt an der Universitätsklinik für Dermatologie am AKH Wien. Außerdem ist er Experte für den Eichenprozessionsspinner, den er „das Gifttier Europas“ nennt.…
Eine Erkenntnis der COVID-19-Pandemie ist, dass es in Afrika zu vergleichsweise wenig Krankheitsfällen gekommen ist, und auch die erwartet hohe Todesrate ist in afrikanischen Ländern bisher ausgeblieben. Die Gründe dafür kennt der Tropenmediziner Bertrand Lell, der in Gabun forscht und an der MedUni Wien eine Professur innehat. Marlene Nowotny hat mit Bertrand Lell gesprochen.…
Thomas Pflege ist Bandleader von Jazzmed, einer Formation, die nur aus Ärzten besteht. Er selbst ist Augenarzt in Wien. Seit vergangenen Herbst stehen Jazzmed wieder auf der Bühne. Ihr nächster Auftritt ist am 10. Juni im Porgy & Bess.
Der neue Wiener Ärztekammerpräsident Dr. Johannes Steinhart hat sich nicht weniger als eine „Zeitenwende“ in der Gesundheitspolitik vorgenommen. Nun bewirbt sich der Urologe auch für den Posten des ÖÄK-Präsidenten.
Forschung, Lehre und Patientenversorgung - Die MedUni Wien und das Allgemeine Krankenhaus der Stadt haben große Aufgaben zu bewältigen. Geführt wird die Institution von zwei Boards, zwei Gremien, mit Vertretern der Universität und der Stadt. Der Mann für die strategischen Zukunfts-Entscheidungen sitzt in der Spitalgasse im 9. Bezirk: Rektor Prof. Dr. Markus Müller. Wir, meine Kollegin Marlene Nowotny und ich haben mit Rektor Müller über die großen Infrastrukturvorhaben der Medizinischen Universität, über die Digitalisierung der Medizin und die neue Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft gesprochen. Und mit diesem Gespräch beginnen wir auch unseren neuen Wissenschafts-Podcast, den "Hörgang MedUni Wien"…
Täglich kommt es zu gewalttätigen Übergriffen gegen Frauen. Im öffentlichen Raum, in Ausbildungsstätten, in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, im Privaten und zu Hause in den „eigenen vier Wänden“. Dieses Problem lässt sich mit Zahlen belegen. Die Zahl der Betretungs- und Annäherungsverbote ist laut Österreichischer Kriminalstatistik seit Ausbruch der Pandemie gestiegen. Im Jahr 2021 auf 13.690, von 8.748 im Jahr 2019. Dazu kommt die auch medial beachtete hohe Zahl an Frauenmorden. 31 Femizide waren es im vergangenen Jahr, neun bisher im heurigen Jahr. Wir versuchen die Wurzel des Übels zu finden und zu ergründen. Und zwar gemeinsam mit Klaudia Frieben, sie Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings…
In Niederösterreich geht eine Ära zu Ende. Christoph Reisner, der seit 2007 an der Spitze der Ärztekammer gestanden ist, hat dieses Mal nicht mehr kandidiert. Sein Nachfolger heißt, nach einigem Gerangel zwischen den Fraktionen, der HNO-Arzt Harald Schlögel aus Mödling. Vor Kurze hat er sein Arbeitsprogramm präsentiert. Um Medizinern die Niederlassung schmackhaft zu machen, fordert Schlögel die Wiedereinführung des Gemeindearztes und die Medikamentenausgabe in den Ordinationen. Im eigenen Haus, der Ärztekammer für Niederösterreich, hat Schlögel ebenfalls einiges zu tun, die Wahlbeteiligung war bescheiden. Daher startet er nun, nach eigenem Bekunden, eine Rückholaktion. Dr. Harald Schlögel ist Gast in diesem Hörgang.…
Österreich hat ein gutes Gesundheitssystem, das hört man auf jeder Veranstaltung und von jedem Experten. Aber unser Gesundheitswesen ist nicht überall gleich gut aufgestellt, es hat Lücken. In manchen Bezirken gibt es in bestimmten Fächern keinen Kassenarzt, rund 300 Standorte können aktuell nicht besetzt werden. Dafür steigt seit einigen Jahren die Zahl der Wahlärzte stark an. Das hat mit der Reduktion der Arbeitszeiten im Spital zu tun. Die Zunahme der Wahlarztordinationen liegt aber auch daran, dass manche Leistungen überhaupt nur im Spital angeboten werden, mit entsprechend langen Wartezeiten. Da bleibt den Patienten oft nur noch der Weg zum Privatarzt. Andreas Huss, Arbeitnehmervertreter in der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK, will die 10.000 Wahlärzte gleich ganz abschaffen, weil sie nur 5 Prozent der Kassenleistungen erbringen. Wer keinen Vertrag hat oder möchte, gilt nach dem Vorschlag von Andreas Huss als reiner Privatarzt. Mehrheitsfähig ist Huss damit nicht. Die Ärztekammer lehnt den Vorschlag ganz ab und die politischen Parteien haben andere Vorstellungen, wie man den Beruf Kassenarzt attraktiv machen könnte. Wir haben bei dem Gesundheitsmanager Bernhard Wurzer nachgefragt. Er ist Generaldirektor der ÖGK, der Österreichischen Gesundheitskasse.…
Geht’s Ihnen noch gut? – Gesündere Ärzt*innen sind die besseren Ärzt*innen: Tanja Fabsits spricht mit Prof. Dr. Jörg Braun, ärztlicher Leiter der Klinik Manhagen in Deutschland, über das Thema „Arztgesundheit“. Braun hat 2015 die „Stiftung Arztgesundheit“ gegründet. Ärzte haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kranken bestmöglich zu helfen. Leider vernachlässigen sie dabei oft ihre eigene Gesundheit – dabei sind gesündere Ärzte auch die besseren Ärzte. Und: Auch Ärzte haben, bei allem beruflichen Engagement, ein Recht auf die eigene Gesundheit.…
Ernährung bei Rheuma – ein leichtes Gericht zum Nachkochen: https://www.youtube.com/watch?v=utSixXLi6as Gicht- und Rheumakochbuch https://www.dierheumatologin.com/shop/rheumakochbuch
Spätestens seit Wolfgang Schüssels Kalmierungsversuch (Es gibt in Österreich sicher keinen Pflegenotstand), steht die Pflege auf der politischen Agenda jeder Regierung. Josef Ruhaltinger, Chefredakteur des ÖKZ, widmet sich der Frage wie die heimische Pflege in die Post-Boomer-Ära gerettet werden kann.…
Wir haben Anfang April, die Birken stäuben, Esche, Pappel und Ulmen ebenso, und die Pollensaison verspricht heftig zu werden, wie man aus berufenem Munde hört. Uwe Berger leitet den heimischen Pollenwarndienst und kennt das Auf und Ab der Blühsaisonen seit Jahrzehnten. Berger und andere Experten erläutern in diesem Podcast , die Probleme mit der Pandemie und den vielen abgebrochenen Immuntherapien und sie stellen das neue Ärzteservice des Pollenwarndienstes vor.…
Die Dauerkrise führt bei vielen Menschen zu Ängsten, Depressionen und, nicht zuletzt bei Jugendlichen, zu Suizidgedanken. Die Stadtgemeinde Ebreichsdorf in Niederösterreich macht nun allen psychisch belasteten Bürgern ein Gesprächs-Angebot. Bei Bedarf gibt es auch Psychotherapie. Die Stadtgemeinde beteiligt sich an den Kosten der Sitzungen.…
Die Atomkatastrophe von Tschernobyl war bis vor Kurzem eine verblassende Erinnerung. Mit der russischen Invasion und der Besetzung des Atommeilers sind die medizinischen Langzeitfolgen des Super-GAUs plötzlich wieder präsent. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 leistet seit 1995 Nothilfe für krebskranke Kinder in der Ostukraine. Durch das Hilfsprojekt Tschernobyl-Kinder werden Behandlungen, Therapien und die Infrastruktur von Krankenhäusern und Kinderheimen in der Ukraine, sowie jährliche Erholungsaufenthalte für krebskranke Kinder in Österreich finanziert.Projektleiterin Juliana Matusova stammt aus der Ukraine. Sie berichtet, dass mittlerweile 70 leukämiekranke Kinder aus den Spitälern in Charkiw nach Lwiw gebracht werden konnten.…
Sie kennen seltene Erkrankungen. Aber kennen sie auch ultraseltene? Das sind Krankheiten mit weniger als 100 Fällen weltweit und zu diesen gehört das Loeys-Dietz-Syndrom, eine erblich bedingte Bindegewebsstörung. Mein Gast im Hörgang-Studio ist Dr. Daniela Karall vom Department für Kinder- und Jugendheilkunde an der Medizinischen Universität Innsbruck. Sie ist außerdem Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde.…
Prof. Dr. Christian Huemer ist Kinderarzt und Rheumatologe und leitet die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Landeskrankenhaus Bregenz. Mit Tanja Fabsits spricht er über Sars-CoV-2- Infektionen bei Kindern. Die meisten Kinder, die sich mit Sars-CoV-2 infizieren, zeigen gar keine Symptome oder haben einen milden Krankheitsverlauf. Das hat dazu geführt, dass viele glauben: „Kinder stecken COVID-19 ganz locker weg“. Ganz so einfach ist es aber nicht…
Er ist einer der wenigen verbliebenen Auskenner im Gesundheitswesen im Parlament - der NEOS-Pandemiesprecher Gerald Loacker. Zuletzt hat der Politiker aus Vorarlberg aber mit seiner Ablehnung der Impflicht für Verwunderung gesorgt. Gerald Loacker ist nämlich selbst dreimal geimpft. Sein Stimmverhalten hat er mit dem bürokratischen Aufwand begründet und mit der Immunisierung der Bevölkerung, wenn die Omikron-Welle einmal vorbei ist. Mit Gerald Loacker habe ich außerdem über die anstehende Ärztekammerwahl, die letzten verbliebenen Impfanreize und das Scheitern der Impflotterie gesprochen.…
80 Jahre Wannseekonferenz, 77 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz, die Aufmerksamkeit gilt dieser Tage den Gräueln des nationalsozialistischen Regimes und dem Massenmord an der jüdischen Bevölkerung. Im Zweiten Weltkrieg lief auch die Aktion T4. Das Kürzel steht für die Adresse der Villa in der Tiergartenstraße 4 in Berlin. Dort residierte jene NS-Organisation, die mit der Ermordung von behinderten und psychisch kranken Menschen beauftragt war. Die Aktion T4 hat diese Morde koordiniert und Tötungsorte bestimmt, direkt zuständig waren ärztliche Leiter. Einer dieser Vernichtungsorte war Schloss Hartheim, rund 18 km westlich von Linz. Hier wurden bis 1944 rund 30.000 Menschen ermordet. Die Opfer waren teils Bewohner der Landesheil- und Pflegeanstalten, teils waren es arbeitsunfähige KZ-Häftlinge aus den Lagern Mauthausen, Gusen, Ravensbrück und Dachau. Ich spreche mit dem Leiter der Dokumentationsstelle in Hartheim, Peter Eigelsberger.…
Der Gelbe Enzian ist Österreichs Arzneipflanze des Jahres. Seit Jahrtausenden werden aus seiner Wurzel Schnäpse und Magenbitter hergestellt. Doch diese auffällige, bis zu 2 m große Pflanze kann noch viel mehr. Zumindest in vitro und in Computermodellen ist eine Reihe von arzneilichen Wirkungen nachgewiesen worden, bei Arteriosklerose beispielsweise oder bei Adipositas. Über diese und andere Wirkungen spreche ich heute mit Prof. Dr. Hermann Stuppner, er ist Präsident der Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA).…
Das Jahrbuch der Firma Sanofi und der Wirtschaftskammer Österreich fasst die aktuellen Erkenntnisse zur Pandemie zusammen. Spannend ist das, weil hier einige der klügsten Köpfe des Landes Tacheles reden in Sachen Gesundheitspolitik und vor allem in Sachen Gesundheitskompetenz der Österreicher. Und es geht auch um den hinderlichen Einfluss von Fake News und Social Media auf die diversen Aufklärungskampagnen: Cornelia Lass-Flörl, Hans Peter Hutter, Sigrid Pilz.…
Peter Klimek ist Österreichs Wissenschafter des Jahres 2021. Der studierte Physiker arbeitet am Complexity Science Hub Vienna, er analysiert und modelliert riesige Mengen medizinischer Daten. Mit Ausbruch der Pandemie ist er zu einem der bekanntesten Forscher Österreichs aufgestiegen. Nicole Thurn hat ihn getroffen und mit ihm über die Nutzung von Gesundheitsdaten durch Forscher gesprochen.…
Es sind erschreckende Zahlen: Eine Hochrechnung von pro mente Oberösterreich zeigt, dass etwa jedes sechste Kind in Österreich mit einem psychisch erkrankten Elternteil aufwächst. Das sind, vorsichtig geschätzt, rund 275.000 Kinder und Jugendliche. In der Öffentlichkeit hört man kaum von diesen Kindern. pro mente Oberösterreich, HPE Österreich und JoJo Salzburg wollen das ändern. Das österreichweite Projekt #visible soll Kinder und Jugendliche mit psychisch kranken Eltern sichtbar machen und sie unterstützen. Springer-Redakteurin Tanja Fabsits hat mit der Leiterin des Unternehmens, Mag. Birgit Blochberger gesprochen. Sie ist Sonder- und Heilpädagogin.…
Dieser Podcast wird unterstützt von Dr. Falk Pharma.
Krisenexperte Herbert Saurugg im Gespräch mit Annabella Khom Stellen Sie sich vor, Sie bereiten gerade Ihr Abendessen zu und plötzlich gehen Licht, Herd und Radio gleichzeitig aus ist alles ist dunkel - und still. Der erste Blick in den Sicherungskasten bringt kein Licht ins Dunkel und Sie blicken aus dem Fenster und bemerken, dass es auch draußen stockfinster ist und sehen, dass eine Straßenbahn abseits einer Haltestelle Halt gemacht hat. Der Versuch, das Internet um Erklärung zu befragen, schlägt fehl, da der Akku Ihres Laptops leer ist und kein Strom aus der Steckdose fließt. Sie können niemanden anrufen, da ihr Handy keinen Empfang hat. Nichts geht mehr. Was wie aus einem dystopischen Roman entnommen klingt, kann und wird laut Experten bald Realität sein.…
E-Zigaretten wurden vor über 10 Jahren eingeführt. Anfänglich hat es so ausgesehen als wären sie gesundheitlich so gut wie unbedenklich. Denn nicht alle Liquids enthalten Nikotin. Und beim Verdampfen der Liquids entstehen nicht dieselben krebserregenden Inhaltstoffe wie beim Verbrennen von Tabak. Trotzdem gab es immer wieder Warnungen von Lungenärzten: Lösungsmittel wie Propylenglykol, Glycerin und andere Zusatzstoffe werden verdächtigt die Lunge zu schädigen. Was gelangt da in die Lunge? Sind E-Zigaretten ungefährlich? Im Hörgang ist Prof. Dr. Manfred Neuberger zu Gast bei Tanja Fabsits. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Hygiene und Präventivmedizin am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien. Außerdem ist er im Vorstand der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden, die etwa für das Rauchverbot in der Gastronomie eingetreten ist.…
Was tun Ärzte im Spital mit ihren knappen Zeit-Ressourcen? Da gibt es erstaunliche Zahlen aus der Schweiz. 20 Prozent ihrer Zeit verbringen Spitalsärzte im Schnitt am Bett beim Patienten. Den Rest des Tages verbringen sie in Sitzungen, dokumentieren Vorgänge oder warten auf Kollegen. Das geht aus einer Statistik hervor, die der Schweizer Gesundheitsmanager Alfred Angerer erhoben hat. Angerer ist Spezialist für Lean und Change Management. Lean Management ist ein Optimierungsansatz aus der Autoindustrie, für den sich immer mehr Krankenhausbetreiber interessieren. Nicole Thurn hat mit dem Gesundheitsforscher aus Zürich gesprochen.…
Wo informieren sich Ärzte, was sich in der Gesundheitspolitik tut? Ein heißer Tipp ist das Gesundheitspolitische Forum, das ich ihnen heute vorstellen. Was passiert dort: Einmal im Monat diskutieren Gesundheitsexperten aus Medizin und Pflege live vor Fachpublikum. Ursprünglich war das Forum ein exklusiver Salon für Experten zum Erfahrungsaustausch, heute ist es ein Diskussionsforum, mit Vorträgen und mit Fragerunde. Im Gespräch mit dem stv. Chefredakteur der Ärzte Woche, Martin Burger, spricht der neue Leiter des Forums, Jan Oliver Huber, u. a. über die Versäumnisse der Regierung in der Pandemie-Zeit.…
Prof. Dr. Bernhard Schwarz ist Sozialmediziner und am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien tätig. Schwarz ist außerdem Präsident der wissenschaflichen Karl-Landsteiner-Gesellschaft. Die diesjährige Medizinertag der Vereinigung hat die COVID-19-Pandemie als Treiber der medizinischen Forschung zum Thema.…
65.000 Menschen weltweit arbeiten für Ärzte ohne Grenzen, das entspricht der Einwohnerzahl von Villach. Doch was tut diese bedeutende medizinische Hilfsorganisation genau, wenn sie im Irak, in Libyen oder im Süd-Sudan aktiv ist? Wie sieht eine Ebola-Isolierstation aus? Wie funktioniert ein Cholera-Behandlungszentrum vor Ort? Wie gelangen Medikamente in Krisengebiete? All diese praktischen Fragen wurden bei einer Freiluftausstellung auf dem Wiener Karlsplatz beantwortet, durch die uns die Gesundheitspsychologin Marion Jaros-Nitsch begleitet.…
Dr. Michael Lichtwarck-Aschoff war 40 Jahre lang Intensivmediziner und Anästhesist. Jetzt hat er ein Buch über Robert Koch geschrieben. Koch war mit seiner Arbeit zu Milzbrand, Tuberkulose und Cholera Begründer der modernen Mikrobiologie. Das Buch "Robert Kochs Affe" beleuchtet die dunkle Seite des Medizin-Stars. Auf seiner Ostafrika-Expedition 1906 führt er Versuche an Menschen durch, die an der Schlafkrankheit leiden. Tanja Fabsits hat mit dem Autor gesprochen.…
Man stelle sich nur folgende Szenarien vor: Ein Jahrhunderthochwasser, das zu massiver Schimmelbelastung in den Häusern führt, ein zerstörerischer Wirbelsturm, der das sogenannte Gewitterasthma auslöst, weil so viel Pollen in der Luft ist, eine Hitzephase im kommenden Sommer, im schlimmsten Fall kombiniert mit einem Blackout – das Gesundheitssystem als Ganzes ist gefordert, aber derzeit noch überfordert. Nicht nur die Ärzte müssen wissen, was sie tun sollen, wenn die Katastrophe eintritt, sondern alle Gesundheitsberufe. Umweltmediziner Heinz Fuchsig krempelt die Ausbildung um. Martin Burger hat mit ihm gesprochen.…
Dieser Podcast entstand mit freundlicher Unterstützung von MSD.
Laut der Industriestaatenorganisation OECD bewegen sich die Menschen in Europa nicht ausreichend. Mehr als ein Drittel der Menschen erreicht nicht die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Maßgabe für Bewegung, 150 Minuten moderat-intensives Training. Auch die Bereitschaft, zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen, ist hierzulande gering. Die Corona-Pandemie mit Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen hat den Zustand noch verschärft. Den Hausärzten kommt eine entscheidende Rolle zu, um das Bewusstsein für Prävention zu stärken. In diesem Hörgang spricht Martin Burger mit dem Kurienobmann der niedergelassenen Ärzten, Dr. Edgar Wutscher.…
Am 28. Jänner 2023 fand - nach zweijähriger Pandemiepause - endlich wieder ein Ärzteball in der Hofburg statt. Die 71. Auflage stand unter dem Motto Meet the Medics und trug bereits die Handschrift der neuen Ballorganisatorin Bettina Wiltos. Wir haben die Chirurgin kurz vor ihrer Premiere vors Mikrofon bekommen.…
Mehr als 600 Arzneimittel, die nur schwer oder gar nicht zu bekommen sind - Antidepressiva, Krebsmedikamente, Hormonpräparate oder Schmerzmittel finden sich auf der Engpass-Liste des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen. Österreich befindet sich in guter europäischer Gesellschaft. Doch die Tatsache, dass es Deutschland nicht viel besser geht, ist kein Trost. Um die Arzneimittelproduktion, die sich in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend in den asiatischen Raum verlagert hat, wieder nach Europa zu bekommen, muss sich vieles ändern, nicht zuletzt werden die Preise für Medikamente steigen. Das ist zumindest der Wunsch der produzierenden Pharmaindustrie. Die Forderung nach einer automatischen Anpassung an die Inflation ruft Kritiker in der Sozialversicherung auf den Plan, höhere Preise würden nur die Gewinne der Industrie erhöhen, die Lieferprobleme aber nicht verringern. Bernhard Wittmann von Sigmapharm, ein Pharmaunternehmen, das in Österreich produziert, sieht das ein wenig differenzierter: „Wenn die Spielräume bei der Preisgestaltung größer sind, ist es leichter, Sicherheitsnetze einzuziehen.“…
Medizinische Versorgung unter Druck - Aufruf zur Blutplasmaspende. So oder so ähnlich lauteten Schlagzeilen im vergangenen Herbst. Die Corona-Pandemie hielt die Spender fern. Grund genug für den Hörgang, sich ein Bild von der Lage in einem BioLife Plasmazentrum zu machen. Wir waren in der Kirchengasse in Wien und trafen dort u.a. auf die ärztliche Leiterin Dr. Nadja Frankl, die viele ihrer Spender seit Jahrzehnten persönlich kennt.…
Die Palliativmedizin ist ein Fach, das wenig Schlagzeilen macht. Zu Unrecht wie wir beim Hörgang finden, denn auch am Ende des Lebens, sogar in den letzten Tagen und Stunden unheilbarer kranker Menschen, gibt es medizinisch einiges zu tun und zu beachten. Es kann zu Missverständnissen und Fehlbehandlungen kommen. Meine Kollegin Marlene Nowotny hat mit den Palliativmedizinern Eva Katharina Masel und Herbert Watzke von der MedUni Wien/AKH Wien über die Herausforderungen auf diesem spannenden Gebiet gesprochen.…
Elisabeth Stögmann ist an der Ambulanz für Gedächtnisstörungen und Demenzerkrankungen an der MedUni Wien AKH Wien tätig. Im Gespräch mit Martin Burger nennt sie die Risikofaktoren für die Demenzentwicklung. Würde mehr Wert auf Prävention gelegt, ließen sich bis zu 40 Prozent der Demenzen vermeiden, sagt sie. Außerdem spricht Stögmann über neue Antikörper-Therapien, die in den nächsten Jahren in frühen Demenzstadien zum Einsatz kommen werden.…
Frauen sind kleine Männer. Das klingt absurd, diese Sichtweise war aber lange Zeit Standard in der Medizin. Die Gendermedizin hat sich erst in den vergangenen Jahrzehnten ihren festen Platz erobert. Noch ist viel zu tun, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen werden noch viel zu wenig berücksichtigt, z.B. in der Medikamentenforschung. Das sagt Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer. Sie leitet die Klinische Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel sowie das Gender Medicine Unit der Medizinischen Universität Wien/AKH Wien. Marlene Nowotny hat sie getroffen.…
Das Wissen in der Medizin explodiert. Die Frage ist jetzt, wie es Ärzte schaffen, in ihrem medizinischen Alltag immer die richtigen Entscheidungen auf der Höhe der Zeit zu treffen. Das klassische schwarze Notizbuch mit den Tipps und Tricks aus Fortbildungen und von älteren Kollegen genügt nicht mehr. Ein Weg, um den Überblick zu behalten, den roten Faden nicht zu verlieren, ist die Ärzte-App medbee. Ihren Gründer, Dr. Andreas Strouhal, stellen wir in dieser Hörgang-Folge vor. Medbee bringt keine vollständigen Leitlinien, sondern ist spezialisiert auf prägnante alltagsrelevante Inhalte, die Smartphone-optimiert sind und aus validierten Wissensquellen stammen. Im Gespräch mit Springer-Redakteur Martin Burger erzählt Dr. Strouhal auch von seiner Doppelrolle als Mediziner, Produktentwickler und Startup-Unternehmer.…
Die Gesellschaft der Ärzte in Wien wurde im Vormärz, vor 185 Jahren gegründet. Sie hat viele Epochen geprägt und überdauert. Ihre wichtigsten Vertreter gehörten der Zweiten Wiener Medizinischen Schule an oder hörten auf klingende Namen der Medizingeschichte. Zu bestimmten Persönlichkeiten seien immer wieder Fragen gestellt worden, etwa zu Theodor Billroth oder Konrad Lorenz, sagt die Präsidentin der Gesellschaft, Beatrix Volc-Platzer. Punktuell sei die oft unrühmliche Rolle einiger Ärzte und ihre politischen Einstellungen erhoben worden. Billroth zum Beispiel war eine Identifikationsfigur der völkischen Studenten. Was fehlt sei eine systematische Aufarbeitung und Auseinandersetzung. Daher hat sich Volc-Platzer entschlossen, die kritischen Jahren 1930 bis 1960 gründlich erforschen zu lassen, auch wenn diese Aufarbeitung mitunter schmerzhaft sei. Projektleiter ist der Zeithistoriker Prof. Dr. Herwig Czech von der MedUni Wien. Im Podcast geht es auch um die Biografien und die Schicksale der vielen aus Wien vertriebenen jüdischen Ärzte wie Sigmund Freud oder Hans Popper.…
Jede fünfte Frau, die in Österreich lebt, wird ein Opfer körperlicher Gewalt oder sexueller Übergriffe. Diese Tatsache wird hierzulande gern verdrängt, mitunter sogar verharmlost. Jedenfalls genießen Frauen - offenkundig - nicht jenen Schutz, den sie benötigen. Gegen die Verharmlosung, gegen das Wegschauen sprechen sich viele Institutionen und Vereine aus – und sie tun das öffentlich. Die autonomen österreichischen Frauenhäuser (der Verein AÖF) beispielsweise organisieren seit 2010 die Ringvorlesung „EineR von fünf“ gegen die Tabuisierung von Gewalt gegen Frauen. Kooperationspartner sind die Volksanwaltschaft und die MedUni Wien. Prof. Dr. Andrea Berzlanovich leitet das Zentrum für Gerichtsmedizin der MedUni Wien. Wissenschaftsjournalistin Marlene Nowotny hat mit ihr über die diesjährigen Inhalte der Vorlesung gesprochen. Wichtig zu wissen: Die Tage vom 25. November – dem internationalen Gedenktag für alle Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt wurden – bis 10. Dezember sind auch als "16 Tage gegen Gewalt" international bekannt. Dieser Aktionszeitraum wird weltweit genutzt, um das Ausmaß und die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt gegen Frauen zu thematisieren und Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen als fundamentale Menschenrechtsverletzung nachhaltige Folgen für die Betroffenen selbst, aber auch für die gesamte Gesellschaft hat. Der Gedenktag geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal zurück, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen Diktator Trujillo beteiligt.…
Eines von neun Babys kommt zu früh. Auf die Welt und dann auch nach Hause. Doch noch wissen die überraschten Eltern nicht, was auf sie zukommt. Noch sind sie umgeben von fremden Ärzten und Pflegern und auch von vielen technischen Geräten. Gut, dass an der MedUni Wien-AKH Wien besonderes Augenmerk auf diese vulnerablen kleinen Patienten gelegt wird. Hier legt man auf den Hautkontakt mit den Eltern großen Wert. Darüber und über den speziellen Betreuungsbedarf und die Nachsorge, die oft einige Jahre dauern kann, spricht Wissenschaftsjournalistin Marlene Nowotny u. a. mit Sophia Brandstetter, der ärztlichen Leiterin der Frühgeborenenambulanz der MedUni Wien-AKH Wien, mit Astrid Holubowsky, pflegerische Leiterin der Intermediate Care Station, sowie mit der Psychologin Andrea Wittig.…
Malfatti, Wirer, Rokitansky, Billroth, Wirer,Freud - um nur wenige zu nennen. Die Wiener MedizinischeSchule hat viele berühmte Ärzte hervorgebracht. Und das Billrothhaus in der Wiener Frankgasse ist der Ort, wo man die Erinnerung an ihre Leistungen und Persönlichkeiten bewahrt. Die neue Präsidentin des Hauses, Beatrix Volc-Platzer, hat in der Ahnengalerie auch einen Ehrenplatz für eine Ärztin reserviert, das erste Mitglied der patriarchalischen Gesellschaft der Ärzte in Wien - Dora Brücke-Teleky. Mit Präsidentin Volc-Platzer erkunden wir das 1893 von Ludwig Richter nach Vorschlägen von Billroth selbst errichtete Haus und spüren den Geschichten hinter der Geschichte nach. Was geschah in der kleinen Bibliothek, wie liefen die Debatten im Festsaal des Hauses ab, wenn Sigmund Freud und Julius Wagner-Jauregg zugegen waren? Und welche bibliophilen Schätze bewahrt das Archiv?…
In Österreich ist jede achte Frau im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Wenn Frauen diese schwerwiegende Diagnose einer Krebserkrankung erhalten, so sollen sie sich mit ihren Sorgen nicht alleine gelassen fühlen. Das ist die Idee des Forums Krebs bei Frauen. Gegründet von zwei Onkologen der MedUni Wien und des AKH Wien in Zusammenarbeit mit dem Frauenministerium. Angeboten werden frei zugängliche Webinare für Betroffene und ihre Angehörigen. Die ersten Veranstaltungen fanden schon im Brustkrebsmonat Oktober statt, doch die Reihe läuft noch weit bis ins kommende Jahr hinein. Einer der Initiatoren ist Prof. Dr. Matthias Preusser, Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie. Wissenschaftsjournalistin Marlene Nowotny hat mit ihm über die Inhalte und Ziele des Krebsforums gesprochen.…
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Den Schweregrad von Multipler Sklerose richtig einschätzen, das Stadium, in dem sich der Patient befindet - das entscheidet über die Therapie. Nichts ist in diesem Moment also wichtiger, als ein verlässlicher Prognosemarker. Diesen haben die Forscher um Dr. Gabriel Bsteh und Prof. Dr. Thomas Berger von der Universitätsklinik für Neurologie nun vorzuweisen. Sie haben entdeckt, dass die Netzhaut des Auges herangezogen werden kann. Der Verlust an Netzhautschichtdicke in Folge eines MS-Schubes sagt nämlich die Schwere von künftigen Schüben und somit die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung voraus.…
Die Gerichtsmedizinerin und Radiologin Sarah Heinze übersiedelt vom Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg nach Graz. Soweit so unspektakulär. Eine Personalie, wie sie in Medizin-Zeitschriften ständig gemeldet wird. Sollte man meinen. Doch Heinzes Wechsel nach Österreich ist die Erfüllung einer Prophezeiung. Vor 20 Jahren sagte der Pathologe Prof. Dr. Roland Sedivy einem Journalisten, dass die Zukunft der Rechtsmedizin in der Bildgebung liegt. Dieser Journalist war "Ärzte Woche"-Chefredakteur Raoul Mazhar. Er hat das folgende Interview geführt.…
Als die Gesellschaft der Ärzte in Wien gegründet wurde, lenkte ein gewisser Fürst Metternich die Geschicke des Landes, die ersten Versammlungen der Mediziner, die im - heute alten - AKH praktizierten, wurden von der Obrigkeit misstrauisch beäugt. Die Wurzeln der Gesellschaft reichen noch tiefer in die Geschichte, der erste Präsident, Johann Malfatti, war noch von Kaiser Joseph II. nach Wien berufen worden und saß am Krankenbett Beethovens. Doch auf ihrer großen Geschichte ruht sich die Gesellschaft, die seit 130 Jahren im Billrothhaus residiert, nicht aus. Sie fördert weiterhin den medizinischen Nachwuchs. Präsidentin Beatrix Volc-Platzer bringt frischen Wind in die altehrwürdigen Gemäuer.…
„Schlaf ist gesund“ – der Zusammenhang ist so banal wie richtig. Klar ist: schon ein geringfügiger Schlafmangel schwächt das Immunsystem und erleichtert Viren die Infektion. Das sind beileibe nicht die einzigen Probleme, die bei Schlafmangel auftreten können. Den Zusammenhang zwischen der Schlafqualität und der Gesundheit wissenschaftlich nachzuweisen, das ist schon weniger banal. Wissenschafts-Redakteurin Marlene Nowotny hat lieber genau nachgefragt, und zwar bei Prof. Dr. Stefan Seidel, er ist Leiter des Spezialbereichs Schlafmedizin an der MedUni Wien.…
Wenn man es positiv ausdrückt, dann ist die Bedeutung des Fachs Gastroenterologie und Hepatologie in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Kein Wunder: Zu diesem Fach gehören Erkrankungen, die man landläufig zu den Volkskrankheiten zählt, etwa gastrointestinale Infektionen, Divertikulose oder nicht-alkoholische Fettleber. Eine Untersuchung des Instituts für Höhere Studien hat nun ergeben, dass die jetzt schon stellenweise sehr dünne Personaldecke durch anstehende Pensionierungen noch dünner wird und mit den Anforderungen nicht Schritt halten kann. Es müssten pro Jahr fast doppelt so viele neue Ärzte nachrücken als derzeit, um diese Lücke zu schließen. Ich habe mit dem neuen Präsidenten der Gesellschaft für Gastroenterologie ÖGGH, Prof. Dr. Peter Fickert, über die Lage in seinem Fach gesprochen. Dr. Fickert ist Leiter der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie an der MedUni Graz.…
Der aus den USA stammende Pädiater Dr. Leo Ho spricht über das erste halbe Jahrhundert der medizinischen Hilfsorganisation, sein erstes Jahr als Präsident, die humanitäre Lage in der Ukraine und die Hoffnung auf eine gerechte Impfstoffverteilung.
Kein anderer Hersteller von COVID-19-Impfstoffen hat so viel schlechte Publicity einstecken müssen wie AstraZeneca. Sein Impfstoff wurde in einigen europäischen Ländern wegen Blutgerinnseln ausgesetzt, obwohl es bei allen Impfstoffen ähnliche Berichte gab. Das ist aber nur ein Aspekt der spannenden Geschichte des AstraZeneca-Impfstoffs, auch als Vaxzevria bekannt. Entwickelt wurde das Vakzin an der Universität Oxford. Zwei der Hauptbeteiligten, die Professorinnen Sarah Gilbert und Catherine Green haben ein Buch über die Geschichte dieses umstrittenen Impfstoffs geschrieben. Sein Titel ist kurz und bündig: „Vaxxers“ - auf Deutsch etwa „Impfstoff-Mischerinnen“. Josef Broukal hat es für uns gelesen.…
Die Hautkrebs-Therapie entwickelt sich ständig weiter. Mit Hilfe moderner Immuntherapien überlebt fast die Hälfte der Patienten mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs mehr als 6 Jahre. Inzwischen werden Immuntherapien auch eingesetzt, wenn der Tumor und etwaige Metastasen vollständig entfernt wurden. Ziel dieser unterstützenden Therapie ist, dass sich die Erkrankung möglichst nicht weiter ausbreiten kann. Springer-Redakteurin Tanja Fabsits spricht mit Prof. Dr. Christoph Höller. Er ist Facharzt für Dermatologie und Leiter des Hauttumorzentrums an der Universitätsklinik für Dermatologie am AKH Wien. Prof. Höller ist Spezialist für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Melanom und führt auch klinische Studien zur Melanomtherapie durch.…
Rund ein Drittel des Medizinernachwuchs übt den Arztberuf nicht aus, oder zumindest nicht in Österreich. Viele junge Ärzte wandern wegen besserer Verdienstmöglichkeiten ins Ausland ab. Dass man als junger Mediziner hierzulande Karriere machen kann, beweist Dr. Andreas Selberherr, der Chirurg ist aktuell der jüngste Primar des Landes, und zwar am EKH in Wien.…
Im Hörgang MedUni Wien ist ein junger Wissenschaftler zu Gast, Dr. Markus Berger vom Österreichischen Pollenwarndienst. Dieser bietet ein neues Ärzteservice an, um die Ärzte mit Polleninformationen zu versorgen. Das ist so gedacht, dass Ärzte die Symptome des Patienten mit der aktuellen Pollenlage vergleichen können. Ziel ist es, die Anamnese zu vereinfachen.…
MS ist die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters mit österreichweit rund 13.500 Betroffenen. Dr. Christoph Guger forscht an einer Therapie, um ein typisches Symptom der MS, die Spastik, zu reduzieren. Dazu nützt er eine Schnittstelle zwischen Hirn und Computer, ein sogenanntes Brain-Computer-Interface namens RecoveriX. Ziel der Therapie ist der Erhalt der motorischen Fähigkeiten der Patienten.…
Immer mehr Knie-Endoprothesen werden in Österreich implantiert. Die Operationstechniken und die Materialien werden immer mehr verfeinert. Das individuelle Knie ist bei nicht nur ein Schlagwort, am Herz Jesu Spital in Wien-Landstraße werden maßgeschneiderte Implantate in der Knie-Endoprothetik eingesetzt. In diesem Hörgang wir vieles über die bedeutenden Fortschritte, die in den vergangenen Jahren beim Kniegelenkersatz erzielt wurden.…
Die Plastikplage auf den Weltmeeren ist bekannt. Neu aber ist das, was Wiener Forscher in unseren Körpern gefunden haben, nämlich Rückstände von Polypropylen und Polyethylenterephthalat, besser bekannt als PET. Besorgt zeigten sich Experten darüber, dass sich im menschlichen Stuhl Mikroplastik nachweisen lässt. Grund genug für den Hörgang MedUni Wien nach den Folgen zu fragen. Macht uns Mikroplastik krank? Marlene Nowotny hat den Erstautor der weltweit beachteten Studie, den Gastroenterologen Philipp Schwabl, vors Mikrofon gebeten.…
Geld gegen Lunge, das war im Kern der Vorwurf, der gegen den Chirurgen Walter Klepetko vorgebracht wurde. Klepetko, ein Spitzenmediziner an der Wiener Uniklinik und Leiter der Thoraxchirurgie hat das hier das Lungentransplantationszentrum aufgebaut hat. Ein anonymer Informant brachte ihn in Misskredit und setzten ihn dem Vorwurf der Bestechlichkeit aus. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Das war 2019. Die Vorwürfe gegen Klepetko haben sich nicht erhärtet, es blieb nichts übrig außer böses Blut am Wiener AKH. Ich habe Walter Klepetko in seinem Büro in der Wiener Privatklinik getroffen und einen Menschen getroffen, der 2,5 Jahre um seinen guten Ruf gekämpft hat.…
Dieser Podcast wurde erstellt mit Unterstützung der Firma AstraZeneca.
"Nicht ist so leicht zu ertragen wie der Schmerz des anderen." Das sagt ein ausgewiesener Schmerz-Experte, Prof. Dr. Wilfried Ilias. Der wissenschaftlicher Leiter der Fortbildungsveranstaltung Schmerzmanagement All-In auf dem 11. Wiener Schmerztag. Sein Leitspruch lautet: Jeden Schmerz ernst nehmen. Bei manchen sind es Schmerzen im Knie, bei manchen Schmerzen in Hüfte oder Schulter. Chronische Schmerzen haben viele Gesichter und Ursachen – jeder Schmerz ist anders! Er ist außerdem Ehrenpräsident von „Schmerzinformation – Wissen macht stark“.…
COVID-19 beherrscht nicht nur die öffentliche politische Debatte, sie dominiert die Tagesordnungen der medizinischen Kongresse. So nutzen die Lungenexperten auf der 45. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie ÖGP die Zeit, um Bilanz zu ziehen. War man 2020 in vielen Punkten noch auf Vermutungen angewiesen, hat man mittlerweile Gewissheit. Der Präsident der ÖGP, Primar Ernst Eber beantwortet in dieser Ausgabe des Hörgangs die Fragen, wie gefährlich Corona für Kinder tatsächlich ist und welche Gefahr von ihnen ausgeht - Stichwort Superspreader.…
Dieser Podcast wird unterstützt von der Firma Dr. Falk Pharma – Ihrem Spezialisten für Verdauungs- und Stoffwechselmedizin.
Ein kleiner Stich rettet – Ignoranz und Egoismus töten! So steht es im neuen Buch EXIT COVID von Hubert NIedermayr. Das klingt klar und einleuchtend. Doch den politischen Diskurs dominieren aktuell die Impfskeptiker. Reichen da Plädoyers oder Informationskampagnen noch aus, wenn nicht einmal für die Gesundheitsberufe eine Impfpflicht besteht? Müsste die Regierung nicht längst zu drastischeren Maßnahmen greifen?…
Den Spitalsärzten geht es nicht gut. Die körperlichen und emotionalen Belastungen sind in der Pandemie stark gestiegen. Das zeigen zwei Umfragen der Wiener Ärztekammer und des Betriebsrats an der MedUni Wien. Am schlimmsten wird der bürokratische Aufwand empfunden, gefolgt von der Personalknappheit und dem psychischen Druck. Annabella Khom hat mit dem Obmann der Kurie der Spitalsärzte, Dr. Gerald Gingold, gesprochen. Der Vizepräsident der Ärztekammer zeigt sich alarmiert.…
Wien soll internationale Gesundheitsmetropole werden, das sieht die Wirtschafts- und Innovationsstrategie 2030 der Stadt vor. Welche konkreten Vorhaben und Projekte bis dahin umgesetzt werden sollen, darüber spricht Nicole Thurn mit Standortanwalt Alexander Biach.
Vom Ärztekammerpräsidenten bis zur Oppositionschefin, fast jeder fordert die Regierung auf, die Impfquote zu erhöhen. Sonst drohe der nächste Lockdown. Was es dafür braucht, und wie sich die Impfskeptiker überzeugen lassen, erklärt Dr. Barbara Juen von der Universität Innsbruck. Sie ist im Beraterstab des Gesundheitsministers tätig.…
Österreich müsste eigentlich Tag und Nacht impfen, um eine Impfquote von über 80 Prozent zu erreichen. Davon sind wir weit entfernt. 61 Prozent der Bevölkerung sind teil-, 58 Prozent vollimmunisiert. Die Regierung sendet widersprüchliche Signale aus. Klar ist: es gibt viele Unentschlossene. Nun wird versucht mittels 1G den Ungeimpften das Leben ungemütlicher zu machen. Die Regel besagt, dass nur Geimpfte Einlass in Lokale erhalten. Doch geht das zu weit? Mischt sich der Staat zu viel ein? Das habe ich Dr. Michael Halmich gefragt. Er ist Jurist und Vorsitzender der Gesellschaft für Ethik und Recht in der Notfall- und Katastrophenmedizin.…
Rekord-Hitzewellen und Jahrhunderthochwasser Der Juli 2021 war im Südosten des Landes der drittwärmste der Mess-Geschichte. Die Treibhaustemperaturen der vergangenen Wochen sind nicht nur für den Organismus eine Belastung, sie beeinflussen auch massiv unser Verhalten. Wir sind gereizt und aggresiv. Mit dem Stresspegel steigt das Unfallrisiko, auch im Straßenverkehr. Armin Kaltenegger vom Kuratorium für Verkehrssicherheit erläutert, wie es zum Anstieg der Fahrfehler kommt.Wie schlimm sich große Hitze auf unser Herz-Kreislauf-System und auf unsere Atemwege auswirkt, das hängt davon ab, wie lange eine Hitzewelle dauert, sagt der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter. Der Oberarzt an der MedUni Wien spricht auch über die langfristigen psychischen Folgen des Klimawandels. Das Fazit der Experten: die Auswirkungen der Erderwärmung auf unsere Gesundheit immer noch unterschätzt.…
Interview mit Dr. Artur Wechselberger Im heimischen Gesundheitssystem passieren gefährliche Fehler, Verwechslungen von Namen und Dosierungen, Medikationsfehler etc. Was wenige wissen: Diese Fehler werden nicht übergangen oder unter den Teppich gekehrt, sondern in das Berichts- und Lernsystem namens "CIRS medical" eingegeben, und weiter untersucht. Um diese Aufarbeitung öffentlich zu machen, erscheint demnächst in der Zeitschrift Ärzte Woche eine neue Rubrik: „Der Fehler des Monats“. Es geht also um den ärztlichen Umgang mit den eigenen Fehlgriffen und Mängeln. Dazu nimmt der Präsident von CIRS, Dr. Artur Wechselberger, Stellung.…
Wie gesund ist Spitzensport? Dieser Podcast wird unterstützt von Servier.
Ein Gespräch über das Ende einer Karriere Dieser Podcast wird unterstützt von Servier.
Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin im Portrait Dieser Podcast wird unterstützt von Servier.
Wie ein Kinderarzt aus Cleveland in Wien landete Dr. Leo Ho. Er ist der neue Mann an der Spitze von Ärzte ohne Grenzen Österreich. Ho folgt einer Frau, nämlich der langjährigen Präsidentin Margaretha Maleh. Der Kinderarzt tritt in die Fußstapfen der Psychotherapeutin. Grund genug ihn in den Hörgang einzuladen. Noch einige biografische Daten. Dr. Leo Ho ist 47 Jahre alt, geboren in New York, aufgewachsen in Cleveland. Seine Frau, sie stammt aus Oberösterreich, und er haben sich bei einem Ärzte-ohne-Grenzen-Einsatz in Sierra Leone kennengelernt. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter und lebt in Wien.…
Gemeinsam gut entscheiden Österreich Medizinische Überversorgung, das klingt zunächst wie ein Widerspruch. Doch selbst medizinische Fachgesellschaften weisen heute explizit auf potenziell schädliche Behandlungen in ihrem Fachgebiet hin. Choosing wisely ist eine Bewegung von selbstkritischen Medizinern, die in den USA ihren Ausgang genommen hat . Seit einiger Zeit gibt es diese Initiative auch in Österreich, sie heißt: Gemeinsam gut entscheiden. Dr. Anna Glechner Department für evidenzbasierte Medizin und Evaluation der Donau-Universität Krems ist eine der Gründerinnen von Gemeinsam gut entscheiden. Sie befasst sich mit Sinn und Unsinn von Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennung. Glechner fordert eine individuelle Beurteilung der Risikofaktoren bei einem Screening. Nicole Thurn hat mit ihr gesprochen.…
Extrembergsteiger Hans Goger spricht mit Springer-Redakteur Martin Burger über neue Ziele im Sportlerleben Hans Goger aus Wolfau ist ein ungewöhnlicher Sportler. Zunächst einmal ist er Extrembergsteiger, er gehört also einer Elite an, die auf die höchsten Punkte der Erde steigen kann. 2005 stand er allein am Gipfel des Mount Everest und hielt dort einen rot-goldenen Wimpel in die Kamera, die Farben seines Heimatlandes Burgenland. Der erfolgreichste pannonische Alpinist aller Zeiten spricht aber auch über die Zeit nach seinem größten Erfolg, seine Trainingseinheiten am Wechsel und er gibt als medizinischer Masseur Gesundheitstipps für die Zeit nach der aktiven Karriere.…
Ronny Tekal und Bernhard Ludwig über das Scheitern klassischer Abmagerungskuren Die Diät ist der beste Weg zum Dickwerden. Diese Erfahrung haben schon abertausende Menschen gemacht. Ein Ernährungs-Guru jagt den anderen – und stellt klar, dass es sich bei seinem Konzept um keine Diät handelt, da Diäten ja ungesund sind. Ausbaden müssen dies die Verbraucher, die nach der Crash-Kur mehr Kilos auf die Waage bringen als zuvor. Die Anleitung zum Diätwahnsinn beleuchtet die gängigsten Diätneurosen, nimmt dem Thema den unnötigen Ernst und ruft zur Entspannung auf. Und für alle, die weiterhin am Wohlfühlgewicht arbeiten wollen, zeigen Prof. Bernhard Ludwig und Dr. Ronny Tekal, wie man es richtig machen könnte – ohne jeden Diät-Firlefanz…
Nicole Thurn spricht mit dem Arbeitsmediziner Karl Hochgatterer Arbeit ist eines der zentralen Themen unseres Lebens, gleichzeitig fristet die Arbeitsmedizin ein bescheidenes Dasein. Wenig überraschend ist es daher, dass der Katalog der anerkannten Berufskrankheiten in Österreich eng gefasst ist und etliche Krankheitsbilder darin nicht vorkommen, zum Beispiel fehlt der weiße Hautkrebs. Nun hat sich das Parlament der Sache angenommen, die Liste soll überarbeitet werden. Darüber spricht der Arbeitsmediziner Prof. DDr. Karl Hochgatterer, Präsident der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention, mit Nicole Thurn.…
Tanja Fabsits spricht mit dem Dermatologen Harald Kittler COVID-19 wird in erster Linie als Atemwegserkrankung betrachtet. SARS-CoV-2 befällt aber auch viele andere Organe. Das Virus kann zu Herzproblemen, zu Nierenversagen und zu Hyperglykämie führen. Es kann die Verdauung angreifen und die Leberfunktion beeinträchtigen und es kann neurologische Symptome hervorrufen. An der Haut zeigt sich COVID-19 überraschend selten. In dieser Folge befassen wir uns mit den Anzeichen für COVID-19, die sich auf der Haut zeigen und prüfen, welche Symptome neben der bekannten COVID-Zehe noch publiziert wurden und welche praktische Relevanz diese Publikationen haben. Tanja Fabsits ist Redakteurin des Springer-Journals hautnah. Sie hat zum Thema mit dem renommierten Wiener Dermatologen Prof. Dr. Harald Kittler gesprochen.…
Überraschender Trend Ausgerechnet in Zeiten der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen während der ersten Phase der Pandemie ging die Suizidrate in Österreich zurück. Woran das liegt, erklärt Prof. Dr. Thomas Niederkrotenthaler vom Zentrum für Public Health (Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin) der MedUni Wien. Er hat an einer Studie mitgewirkt, die im Journal Lancet Psychiatry veröffentlicht wurde (Suicide trends in the early months of the COVID-19 pandemic).…
Die Ärzte Woche hat den Kinderhospiztag zum Anlass genommen, ein Thema aufzugreifen, das die Redakteuren schon länger beschäftigt. Das Abschiednehmen von unheilbar kranken Kinder. Stefanie Sperlich hat sich deshalb das mobile Kinderhospiz MOMO näher angeschaut und mit der Leiterin, Dr. Martina Kronberger-Vollnhofer gesprochen. Kronberger-Vollnhofer ist Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde.…
Kosten und Logistik eines nationalen Kraftaktes Die COVID-19-Schutzimpfung wird allgemein als Game Changer, als Umkehrpunkt in der Pandemie betrachtet. Wir befassen uns in dieser Folge mit der Logistik der Impfstoffe, mit der Zustellung der Dosen, und wir stellen die Kosten der Pandemie dem Nutzen der Impfung gegenüber. Evelyn Walter vom Institut für pharmaökonomische Forschung in Wien geht davon aus, dass 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Oktober immunisiert sein werden, das sind mehr als 5 Millionen Menschen. Sie berechnet, welche Kosten die Pandemie verursacht, sagt aber auch voraus, welche wirtschaftlichen Vorteile die Herdenimmunität hat. Jeder für Impfungen investierte Euro kommt zwölffach zurück, sagt Dr. Evelyn Walter vom Institut für pharmaökonomische Forschung. Außerdem in dieser Folge: Dr. Andreas Windischbauer, Präsident des Arzneimittel-Vollgroßhandels über die hektischen Tage vor der Anlieferung der ersten Impfdosen.…
Sigrun Roßmanith über Gewalttäterinnen Mord ist nicht nur Männersache. Es gibt sie: die Gewalttäterinnen, die Amokläuferinnen, die Sexualtäterinnen, die Terroristinnen, die Raub- und Massenmörderinnen. Frauen als Täterinnen: Ein Thema, das ungemein polarisiert. Ruth Ney hat die Wiener Psychiaterin Dr. Sigrun Roßmanith vors Mikrofon des ÄrzteTags gebeten. Sie gibt zu Protokoll, was Frauen zu Täterinnen macht und wie sich ihre Taten von denen der Männer unterscheiden.…
Florian Baumann über modernes Zielgruppen-Targeting und Online-Erstgespräche Stellenanzeigen in Zeitungen anzeichnen und Telefonnummern wählen, das machen immer weniger Jobsuchende. Wer sich heute für eine offene Stellen interessiert, scannt einen QR-Code und greift mobil auf die Ausschreibung eines Spitals oder einer Firma zu. Hörgang-Reporterin Nicole Thurn hat den Recruiter Florian Baumann - er ist für alle Standorte der Salzburger Landeskliniken zuständig - zu den neuen Möglichkeiten befragt: wie funktioniert das Ansprechen von Zielgruppen über digitale Kanäle und wie läuft ein Online-Erstgespräch ab.…
Ein Gespräch mit der Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann Dr. Claudia Traidl-Hoffmann ist Direktorin des Instituts für Umweltmedizin am Helmholtz Zentrum München und Direktorin der Umweltmedizin an der medizinischen Fakultät des Universitätsklinikums Augsburg. Sie spricht sich für eine Transformation der Gesellschaft aus, bevor es zu spät ist. Damit meint sie sie zum Beispiel das Erstellen von Hitzeplänen für Städte und das Abhalten von Klimasprechstunden für Patienten – aber nicht nur. Im Gespräch mit Springer-Redakteurin Tanja Fabsits erklärt die Expertin, dass der Gesundheitssektor selbst für fünf Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich ist.…
Neurologie Kopfschmerzen sind eine echte Volkskrankheit, die lange von der Medizin nicht groß beachtet wurde. Heute unterscheidet man zwischen 200 verschiedenen Arten von Kopfschmerzen, sagt Dr. Sonja Tesar, Neurologin und Vizepräsidentin der Österreichischen Kopfschmerz Gesellschaft. Sie spricht im Podcast über den Spannungskopfschmerz, die Migräne und erläutert auch nicht-medikamentöse Maßnahmen für eine bessere Lebensqualität bei Kopfschmerzpatienten.…
Medizinische Schutzausrüstung immer noch Mangelware Stefan Deflorian erinnert sich im Gespräch mit Nicole Thurn an die dramatischen Märztage 2020. Die Tirol Kliniken, deren Geschäftsführer er ist, konnten am Weltmarkt keine FFP3-Masken mehr bekommen. Unter abenteuerlichen Umständen, in Hinterhöfen und vor Fabrikshallen, mit dem Geldkoffer im Anschlag, kaufte eine Vertraute Restposten auf. Deflorian verhehlt aber auch nicht, dass es immer noch einige Artikel gibt, die, drei Lockdowns später, in den heimischen Krankenhäusern Mangelware sind.…
Kinderurologie Fehlbildungen und Erkrankungen von Nieren, Harnleitern oder Blase gibt es im Kindesalter in unterschiedlichen Ausprägungen. Doz. Dr. Josef Oswald ist Vorstand der Abteilung für Kinderurologie am Ordensklinikum Linz, das seit Ende 2018 nationales Referenzzentrum für Kinderurologie und somit die einzige derartige Abteilung in Österreich ist. Er spricht im Podcast über häufige Fehlbildungen wie den Hodenhochstand, seine möglichen Auswirkungen und wann ein Harnwegsinfekt bei den kleinen Patienten abzuklären ist.…
Ein Gespräch mit Martin Pinsger Schmerzen sind für Dr. Martin Pinsger ein großes Thema. Er behandelt und begleitet nicht nur seit Jahrzehnten »seine« Patienten auf ihrem Weg, er litt selbst lang an Kopfschmerzen und hat sich nach Jahren von dieser Geißel befreien können. Schmerz betrifft nicht nur die einzelnen Menschen an sich, er ist auch ein gesellschaftliches Problem. Schmerzpatienten werden nur von ihresgleichen wirklich verstanden. Der Schmerz als Problem für die ganze Gesellschaft ist noch nicht wirklich im Bewusstsein der Öffentlichkeit angekommen. Mit dem Buch "Krankheit Schmerz" wollen Pinsger und sein Co-Autor, der Journalist Dr. Thomas Hartl, diesem Missstand abhelfen.…
Helga Krismer über Impfstrategien, Kurz und Anschober Seit einem Jahr bilden die Grünen mit der ÖVP die Bundesregierung. Mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober stellen sie - coronabedingt - auch die zentrale politische Figur der bisherigen Legislaturperiode. Die niederösterreichische Landessprecherin Helga Krismer, von Beruf Veterinärmedizinerin, würde sich dennoch eine andere Vorgehensweise bei der Durchimpfung der Bevölkerung wünschen. Spitzenpolitiker sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen. Zweites Thema dieses Podcasts ist die Telemedizin-Plattform Online Doctors. Wir haben mit dem Geschäftsführer der Plattform, die sich auf niedergelassene Dermatologen spezialisiert hat, Philipp Freitag, gesprochen.…
Ein guter Schlaf erfüllt entscheidende Funktionen für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden. Doch nimmt die Häufigkeit von Schlafstörungen in der Bevölkerung zu. Wie wir die verschiedenen Formen von Schlafstörungen erkennen und weiterhin gut schlafen, darüber sprechen wir in dieser Folge mit Prof. Dr. Stefan Seidel, Neurologe und Leiter der Ambulanz für Schlafstörungen am AKH Wien.…
Die Umweltmedizinerin Caroline Herr im Hörgang Sorgen vor negativen „Umwelteinflüssen“ wie eine vermeintliche Sensibilität gegenüber elektromagnetischen Feldern sind weit verbreitet. In seltenen Fällen macht diese Angst sogar krank. Allgemeinmediziner sind oft die ersten Ansprechpartner für Menschen, die gesundheitliche Beschwerden auf eine Umweltunverträglichkeit zurückführen. Durch die Einführung der Mobilfunkgeneration 5G ist diese Thematik aktueller denn je. Caroline Herr, Präsidentin der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin in Freiburg, hat eine Info-Broschüre rund um das Thema Elektrosensibilität (EHS) geschrieben, das sich speziell an niedergelassene Ärzte wendet.…
Die Krise als Innovationstreiber Es klingt schirch, aber die Pandemie entwickelt, wie andere Krisen, Kriege und große Skandale, eine Kraft des Faktischen. Auf einmal sind Innovationen möglich, die jahrelang in der Warteschleife gehangen sind. So war es mit der Palliativmedizin nach dem Pflegeskandal von Lainz, so scheint es sich mit der Digitalisierung in der Pandemie zu verhalten. Einige Experten, wie Michael Heinisch von der Vinzenz Gruppe oder Prof. Josef Smolle, er sitzt für die ÖVP im Nationalrat, sowie der Krebsspezialist Hannes Kaufmann meldeten sich zum Thema Innovation auf dem 113. Gesundheitspolitischen Forum zu Wort.…
Norbert Peters Corona-Tagebuch Der Medizinkabarettist und Autor Norbert Peter hat sich im Lockdown nicht aufgehängt, sondern an einem täglichen Videoblog gestrickt. Star und Alter Ego ist die urwienerische Frau Amalie Kratochwill. Ihre auffälligsten Merkmale sind ein gesunder Hausverstand und ein eher unangenehmes Organ. Das Tagebuch gibt es mittlerweile auch in Buchform. Im Braumüller-Verlag ist "Die letzte Rolle. Das Corona-Tagebuch der Amalie Kratochwill" erschienen.…
Ein Gespräch mit dem Psychiater Johannes Wancata Vier Menschenleben fordert ein islamistischer Terroranschlag am 2. November 2020 in der Wiener Innenstadt, es ist der Abend vor dem 2. Corona-Lockdown. Einige Zeugen machten sich mit dem Ruf "Schleich di, du Oaschloch!" Luft und hängten dem Attentäter auf gut Weanarisch eine Gosch’n an. Die meisten Zeugen des Anschlags bleiben aber stumm, sie standen unter Schock, manche rannten davon oder versteckten sich. Sie stehen nun vor der Aufgabe, das Erlebte zu verarbeiten, die Bilder im Kopf los zu werden. Bilder von Verwundeten, von Mündungsfeuer und Sirenengeheul - Bilder des Terrors, der die Wiener Seele völlig unvorbereitet getroffen hat. Der Chefredakteur der Ärzte Woche,Raoul Mazhar, und der stv. Chefredakteur Martin Burger haben mit Dr. Johannes Wancata, dem Präsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ein ausführliches Interview geführt.…
Chirurgie Eine Amputation im Bereich der oberen Extremität stellt für Betroffene ein traumatisches Erlebnis dar. Der Verlust der Hand- bzw. der Armfunktion geht oft mit massiven Einbußen in der Lebensqualität einher. Dr. Stefan Salminger von der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der Universitätsklinik für Chirurgie in Wien hat in einer Studie erstmals bei drei Oberarm-Amputierten ein vollständig implantiertes Sensorsystem in Kombination mit selektivem Nerventransfer verwendet. Die Sensoren greifen das Signal direkt aus dem Muskel ab und senden es drahtlos an die Prothese. Mehr dazu erzählt er uns im aktuellen Podcast.…
Der Sportorthopäde Thomas Hochholzer im Hörgang Klettern in Hallen, an der Kletterwand oder Bouldern im Freien - das einstige Hobby der Kraxler in den Tiroler Bergen ist heute eine Megatrend, eine Sportart, die sexy ist und ein immer jüngeres Publikum anzieht. Ich habe dazu den Springer-Autor und Sportorthopäden Dr. Thomas Hochholzer befragt, u. a. wollte ich wissen, welche Griffe und welche Felspartien für Kinder geeignet sind beziehungsweise worin der Unterschied zwischen vernünftigem und unvernünftigem Klettern liegt, und so sind wir dann auch auf David Lama zu sprechen gekommen, den viel zu früh verstorbenen Extrem-Bergsteiger.…
Ein Gespräch mit der Orthopädin Alexandra Pokorny-Olsen Irgendwann machen die Gelenke nicht mehr mit, weil die richtigen Dehnungsübungen vernachlässigt oder wegen jahrzehntelanger Beanspruchung bzw. Fehlhaltung. Hierzulande ist das Kniegelenk klassischerweise betroffen, aber zunehmend auch die Schulter. Über die Hintergründe habe ich mit der Schulter-Teamleiterin Dr. Alexandra Pokorny-Olsen gesprochen. Sie arbeitet am Orthopädischen Spital in Wien-Speising. Ich habe sie aber auch gefragt, welche Übungen für einen gesunden Rücken optimal sind und ob man sich die Schulter selbst einrenken soll.…
Evidenzbasierte Medizin in Zeiten von Masken, Babyelefanten und Corona Der Schaden durch die COVID-Maßnahmen sei größer als ihr Nutzen, behauptet eine neue Ärzte-Initiative. Evidenz für eine solche behauptete Gefährlichkeit gebe es keine, sagt Gerald Gartlehner, Mitglied der Corona-Ampel-Kommission der Regierung. Ein paar kritische Anmerkungen zur Vorgangsweise der Regierung hat er dennoch.…
Buchtipp "Vögel im Kopf" Die heutige Folge dreht sich um das Thema psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Zu Gast im "Hörgang" ist Gottfried Maria Barth. Er ist Oberarzt und stellvertretender Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Tübingen und hat Angang Oktober mit Kollegen das Buch "Vögel im Kopf" herausgebracht, das die Geschichten von jungen Patienten mit seelischen Erkrankungen erzählt.…
Plädoyer für eine Medizin auf Augenhöhe Der Arzt und Musiker Carsten Petermann ist unter die Autoren gegangen. Sein Buch „Kann man einem Psychiater trauen?“ hält seinem Berufsstand den Spiegel vor. Mit der spitzen Feder der Real-Satire.
Zweiklassenmedizin und die Kosten der Krise Ein halbes Jahr nach dem Lockdown wird erstmals über Probleme im heimischen Gesundheitswesen diskutiert, die durch die Pandemie verschärft wurden. Auf dem Gesundheitspolitischen Forum beantworten Patientenanwalt Gerald Bachinger, LR Ulrike Königsberger Ludwig (SPÖ) und andere Experten die Frage: Fair health - Wie gerecht ist das Gesundheitswesen in Österreich? Bei einem Expertentalk zur Zukunft der Sozialversicherung, auf Einladung der Gewerkschaft der Privatangestellten, gab sich die ehemalige WGKK-Obfrau Ingrid Reischl keinen Illusionen hin. Eine Institution wie die in der ÖGK aufgegangene Wiener Gebietskrankenkasse werde es nie wieder geben.…
Schock über Nowitschok-Anschlag Der Anschlag auf den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny rückt dieses Nervengift aus Sowjetzeiten in den Blickpunkt. Geringste Mengen dieses Stoffs sind tödlich. Doch warum lebt Nawalny dann noch? Dieser Frage gehen wir in diese Episode nach, mit dem Umweltmediziner Hans-Peter Hutter.…
Die heutige Folge ist Viktor Frankl, dem Begründer der Logotherapie, und seiner Liebe zu den Bergen und dem Klettern gewidmet. Michael Holzer und Klaus Haselböck haben darüber das Buch „Berg und Sinn - im Nachstieg von Viktor Frankl" geschrieben und sind heute in unserem Podcast zu Gast.
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